Ciência

Entdeckung bekannter Bakterien bringt starkes Antibiotikum ohne schnelle Resistenz

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Forscher der Universitäten Warwick im Vereinigten Königreich und Monash in Australien entdeckten Prämethylenmycin-C-Lacton, eine Verbindung, die bis zu 100-mal wirksamer gegen resistente Bakterien ist als herkömmliche Antibiotika. Das von Streptomyces coelicolor produzierte Molekül wirkt wirksam gegen Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus (MRSA) und Vancomycin-resistenten Enterococcus faecium (VRE). Die Identifizierung erfolgte im Rahmen einer Analyse von Zwischenprodukten bei der Herstellung von Methylenmycin A, die am 27. Oktober 2025 im Journal of the American Chemical Society veröffentlicht wurde.

Die Substanz zeigte in Labortests eine minimale Hemmkonzentration von 1 bis 2 Mikrogramm pro Milliliter.

  • Wirksam gegen grampositive Bakterien mit dicken Zellwänden.
  • Keine Resistenzentwicklung nach 28 Tagen Exposition.
  • Einfache Struktur erleichtert künstliche Synthese.

Ursprung im bekannten Biosyntheseweg

Wissenschaftler haben Streptomyces coelicolor genetisch manipuliert, um die Produktion von Methylenmycin A zu stoppen.

Sie deaktivierten das mmyE-Gen, das für die endgültige Transformation des Zwischenprodukts verantwortlich ist.

Die Anreicherung von Prä-Methylenmycin-C-Lacton zeigte seine überlegene Wirksamkeit.

Das Bakterium ist seit den 1950er Jahren ein Studienmodell.

Medizin, Antibiotika
Medizin, Antibiotika – Foto: NoSystem images/ Istockphoto.com

Chemische Struktur begünstigt antimikrobielle Wirkung

Das Molekül gehört zur Lactonfamilie und verfügt über einen funktionalisierten Cyclopentanonring.

Eine γ-Butyrolacton-Gruppe fungiert als aktives Zentrum und destabilisiert die Bakterienzellwand.

Epoxidierung fügt Sauerstoff in den Epoxidring ein und erhöht so die Reaktivität.

Diese Konfiguration unterscheidet die Verbindung vom ursprünglichen Methylenmycin A.

Tests zeigen, dass eine geringe Konzentration erforderlich ist

In Experimenten hemmte das Lacton das Wachstum grampositiver Bakterien mit minimalen Dosen.

Herkömmliche Antibiotika erfordern zehnmal höhere Konzentrationen.

Die chemische Stabilität ermöglicht die Herstellung von Analoga zur Optimierung der Wirksamkeit.

Die Ergebnisse deuten auf ein Potenzial gegen schwere Infektionen in Krankenhausumgebungen hin.

Krise des Widerstands treibt die Forschung voran

Antimikrobielle Resistenzen führten laut globalen Daten im Jahr 2021 zu 1,14 Millionen direkten Todesfällen.

Jede sechste im Jahr 2023 bestätigte bakterielle Infektion war antibiotikaresistentgemeinsame cos.

Der Anstieg betrug zwischen 2018 und 2023 mehr als 40 % bei Erreger-Antibiotikum-Kombinationen.

Zu den Faktoren gehört der übermäßige Gebrauch bei Menschen und Tieren.

Strategie greift alte Verbindungen auf

Forscher schlagen vor, Zwischenprodukte in bekannten Biosynthesewegen zu untersuchen.

Der Ansatz könnte neue antimikrobielle Wirkstoffe aufdecken.

Präklinische Tests in Tiermodellen bewerten Sicherheit und Wirksamkeit.

Laborsynthese ermöglicht skalierte Produktion.

Potenzial gegen Krankenhauserreger

Das Lacton bekämpft MRSA und VRE, die für schwer behandelbare Infektionen verantwortlich sind.

Gramnegative Bakterien bleiben aufgrund der doppelten Zellwand eine Herausforderung.

Der Wirkstoff konzentriert sich auf Gram-positive Substanzen und ergänzt bestehende Therapieoptionen.

Teams bereiten Änderungen vor, um nachteilige Auswirkungen zu reduzieren.

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