Komet 3I/Atlas, der am 1. Juli 2025 vom Atlas-System in Chile entdeckt wurde, durchquert das Sonnensystem mit mehr als 30 km/s auf einer hyperbolischen Flugbahn. Es wurde als drittes bestätigtes interstellares Objekt identifiziert, gehört nicht zu unserem Sternensystem und bietet Hinweise auf die Entstehung entfernter Systeme. Seine minimale Annäherung an die Erde, 270 Millionen Kilometer, birgt keine Risiken. Astronomen nutzen Teleskope wie das James Webb, um seine einzigartige chemische Zusammensetzung zu untersuchen.
Der Komet mit einem Kern von etwa 1 km Durchmesser weist eine hohe Konzentration an Kohlendioxideis (CO₂) sowie Wasserdampf und Kohlenmonoxid auf. Diese Eigenschaften unterscheiden sich von denen lokaler Kometen, was auf eine Entstehung in Umgebungen mit extrem niedrigen Temperaturen schließen lässt. Beobachtungen deuten darauf hin, dass das Objekt vor Milliarden von Jahren aus einem anderen Sternensystem herausgeschleudert wurde. Das Perihel, der sonnennächste Punkt, wird für die nächsten Wochen mit 210 Millionen Kilometern prognostiziert.
- Hohe Konzentration von gefrorenem CO₂ an der Oberfläche.
- Vorhandensein von Wasserdampf und Kohlenmonoxid in geringeren Mengen.
- Hyperbolische Flugbahn bestätigt interstellaren Ursprung.
- Kometenaktivität nimmt näher an der Sonne zu.
Erkennung in der Atacama-Wüste
Das Atlas-System in Chile identifizierte den Kometen bei Routinebeobachtungen. Seine Umlaufbahn, die nicht gravitativ an die Sonne gebunden ist, wurde durch Berechnungen der Fluchtgeschwindigkeit bestätigt.
Einzigartige chemische Zusammensetzung
Spektroskopische Analysen zeigen, dass gefrorenes CO₂ vorherrscht, was auf eine Bildung bei Temperaturen unter -100 °C hinweist. Dieses Merkmal deutet auf Ursprünge in den äußeren Regionen eines anderen Sternensystems hin.
Wasserdampf kommt im Vergleich zu typischen Sonnenkometen in geringeren Mengen vor. Kohlenmonoxid verstärkt das flüchtige Profil des 3I/Atlas.
Der auf 1 km geschätzte Kern setzt Gase frei, die eine sichtbare Koma bilden. Die Aktivität nimmt zu, wenn sie sich der Sonne nähert.
Intensive globale Überwachung
Teleskope in Hawaii und Spanien verfolgen tägliche Veränderungen des Kometen. Der James Webb erfasst Infrarotbilder, um die Verteilung von Materialien abzubilden.

