Nintendo Switch 2 leidet unter Speichermangel, der physische Spiele teurer macht und die Downloads steigert
Der weltweite Mangel an NAND- und DRAM-Speichern, der durch die Nachfrage von Rechenzentren für künstliche Intelligenz verursacht wird, erhöht die Kosten für die Herstellung von Kassetten für den Nintendo Switch 2. Recentemente wurden neue kleinere Patronengrößen eingeführt, die einige physische Editionen ermöglichen, aber die Preise bleiben hoch.
Switch 2-Kassetten waren zunächst auf 64 GB begrenzt, was zu hohen Kosten für die Verlage führte. Die Einführung kleinerer Kapazitäten wie 16 GB und 32 GB zielt darauf ab, die Kosten zu senken, geht jedoch mit erheblichen Preissteigerungen für Komponenten einher.
Neue Patronengrößen angekündigt
Nintendo bestätigte die Produktion von Patronen mit reduzierter Kapazität für den Switch 2.
Diese neuen Formate ermöglichen es Verlagen, die Produktionskosten neu zu kalkulieren.
Ein Beispiel ist das Spiel R-Type Dimensions III von ININ Games, das zunächst als Game-Key-Karte veröffentlicht wurde.
Bei den neuen Patronen entschied sich das Unternehmen für eine vollständige physische Ausgabe, allerdings mit einer Erhöhung des Endpreises um rund 10 Euro.
Kleinere Kassetten haben im Vergleich zu 64-GB-Kassetten möglicherweise geringere Lesegeschwindigkeiten.
Auswirkungen der Nachfrage nach KI auf Komponenten
Die Priorisierung der Speicherproduktion für KI-Server führt zu einem Mangel an Komponenten für Verbraucher.
Laut Berichten von Herstellern wie Kingston sind die NAND-Flash-Preise im Vergleich zu Anfang 2025 um bis zu 246 % gestiegen.
Analysten gehen davon aus, dass die Krise bis 2028 andauern wird und Konsolen, PCs und Speicherzubehör betreffen wird.
In Switch 2 betrifft dies nicht nur Kassetten, sondern auch Express microSD-Karten, die zur Speichererweiterung empfohlen werden.
- 41 % mehr RAM-Module, die in der Konsole verwendet werden.
- Steigerung des internen NAND-Speichers um etwa 8 %.
- Die Preise für Express microSD-Karten erreichen bei Wiederverkäufern hohe Preise.
Kaufoptionen bei Switch 2
Verbraucher haben im Wesentlichen drei Möglichkeiten, Spiele zu kaufen.
Die digitale Version ist mit dem Nintendo-Konto verknüpft und erfordert keine physischen Medien.
Herkömmliche Kassetten speichern das gesamte Spiel im ROM-Speicher.
Game-Key-Karten enthalten nur einen Download-Code. Zum Spielen muss nach der Installation die Kassette eingesetzt werden.
Diese letzte Option reduziert die Kosten für Publisher, insbesondere bei größeren Spielgrößen.

Herausforderungen für unabhängige Verlage
Kleinere Entwickler stehen aufgrund hoher Kosten stärker unter Druck.
Viele entscheiden sich für Game-Key-Karten, um eine Erhöhung des Endpreises für den Verbraucher zu vermeiden.
Im ursprünglichen Switch erfolgte etwa die Hälfte der Verkäufe physisch.
In Switch 2 zeigen Beispiele wie Cyberpunk 2077 eine anfängliche Präferenz für physische Editionen, aber der Trend kann sich ändern.
Verlage wie ININ Games passen ihre Pläne an die Verfügbarkeit neuer Patronen an.
An der Produktion beteiligte Hersteller
Unternehmen wie Macronix und Rohm liefern die Chips für die Switch 2-Patronen.
Macronix plant, unterschiedliche NAND-Technologien zu verwenden, um unterschiedliche Funktionen abzudecken.
Dies könnte die Möglichkeiten in der Zukunft erweitern, aber aktuelle Engpässe schränken die Produktion ein.
Finanzberichte deuten auf eine Erholung der ROM-Verkäufe für Konsolen ab 2026 hin.
Perspektiven für den physischen Markt
Die Kombination aus hohen Kosten und zunehmender Spielgröße verringert die Rentabilität voller Patronen.
Größere Verlage wie Nintendo übernehmen einen Teil der Kosten für Erstanbietertitel.
Für Dritte werden Game-Key-Karten oder digitale Karten zu attraktiveren Alternativen.
Die Krise betrifft das gesamte Ökosystem, einschließlich des erweiterbaren Speichers über microSD-Karten.








