Die Ausgabe 2026, die erste, die von drei Ländern ausgerichtet wird, beginnt an diesem Donnerstag mit dem Spiel zwischen Mexiko und Südafrika im Estadio Azteca. Die FIFA unter der Leitung von Gianni Infantino bezeichnet das Turnier als das größte und umfassendste der Geschichte. An der Veranstaltung nehmen 48 Teams und 104 Spiele teil, die auf die USA, Mexiko und Kanada verteilt sind.
Kritik kommt von vielen Seiten. Ticketpreise, Einwanderungspolitik und der Kontext des Konflikts zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran dominieren die Diskussionen außerhalb des Spielfelds. Das Turnier verspricht finanzielle Rekorde, steht aber auch vor Fragen zur Zugänglichkeit und Neutralität.
Tickets führen zu Beschwerden von Fans und Untersuchungen
Die Organisatoren versprachen während der Kandidatur erschwingliche Preise. Das Endspiel hatte im Jahr 2018 eine Obergrenze von 1.550 US-Dollar. In der Praxis erreichten die teuersten Tickets für das entscheidende Spiel beim ersten Verkauf an offizielle Fanclubs 8.680 US-Dollar. Die dynamische Preisstrategie, die je nach Nachfrage variiert, löste eine negative Reaktion aus.
Aufgrund des Drucks veröffentlichte die FIFA günstigere Lose im Wert von 60 US-Dollar. Dennoch verzeichneten Wiederverkaufsplattformen überhöhte Werte. Behörden in New York und New Jersey haben eine Untersuchung wegen angeblicher künstlicher Preisinflation eingeleitet. Tausende Tickets für kleinere Nationalmannschaftsspiele erscheinen auf offiziellen und sekundären Websites immer noch unter dem Nennwert.
- Fans beschweren sich über Schwierigkeiten beim Erwerb erschwinglicher Tickets
- Für den offiziellen Weiterverkauf wird eine Gebühr von 30 % erhoben
- Auch die Transportpreise zu den Stadien erhöhten sich vorübergehend
- Das anfängliche Verbot von wiederverwendbaren Wasserflaschen löste eine neue Debatte aus
Die Maßnahme für Flaschen wurde aufgrund von Kritik im Zusammenhang mit der Gesundheit an Tagen mit starker Hitze aufgehoben.
Der geopolitische Kontext beeinflusst die Teilnahme an der Nationalmannschaft
Das Turnier findet statt, während die Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran nach Militäraktionen aufrechterhalten werden. Die iranische Nationalmannschaft verlegte ihre Trainingsbasis von Arizona nach Mexiko. Visabeschränkungen und Personalbeschränkungen erschwerten die Vorbereitung. Der iranische Verband meldete den Widerruf der Ticketzuteilung für Fans.
Die FIFA muss die vorrevolutionäre Flagge Irans in den Stadien verbieten. Die ersten Spiele des Teams in Los Angeles erhalten aufgrund der lokalen persischen Gemeinschaft eine zusätzliche politische Note. Andere Teams wie Haiti, Senegal und die Elfenbeinküste unterliegen teilweisen oder vollständigen Reisebeschränkungen für Fans.
Der Fall des somalischen Schiedsrichters Omar Artan verdeutlicht die Schwierigkeiten. Er wurde aus der Offiziersliste gestrichen, nachdem ihm die Einreise in die Vereinigten Staaten verweigert wurde. Analysten weisen darauf hin, dass mehr als ein Viertel der 48 teilnehmenden Teams mit Migrationsbarrieren oder hohen Visa-Ablehnungsraten zu kämpfen haben.
Das beispiellose Ausmaß bringt logistische und finanzielle Herausforderungen mit sich
Bei keiner anderen Weltmeisterschaft waren 48 Mannschaften und drei Gastgeberländer vertreten. Das erweiterte Format soll der FIFA allein in diesem Jahr einen Rekordumsatz von rund 9 Milliarden US-Dollar bescheren. Ein Teil der Mittel wird an die nationalen Verbände umverteilt.
Kritiker fragen sich, ob der finanzielle Gewinn die Probleme wert ist. Bestehende Stadien senken die Baukosten, die Betriebs- und Sicherheitskosten steigen jedoch. In Mexiko spiegeln Proteste von Lehrern und der Sturz von Spielerstatuen die sozialen Spannungen vor Ort wider.
Hohe Temperaturen in mehreren Stadien beunruhigen Wissenschaftler. Die anfängliche Entscheidung zu Wasserflaschen wurde als Gesundheitsrisiko für Fans angesehen. Nach Demonstrationen von Anhängergruppen und Politikern zog sich die FIFA zurück.

Die Vorbereitungen offenbaren die Kluft zwischen Erwartung und Realität
Umfragen zufolge halten viele Amerikaner die Veranstaltung für das Durchschnittspublikum für zu teuer. In mehreren Austragungsstädten waren die Hotelbuchungen geringer als erwartet. Es wird beispielsweise erwartet, dass englische Fans einige Spiele in geringerer Zahl besuchen als ursprünglich geplant.
JT Batson, Geschäftsführer von US Soccer, betonte das Potenzial, den Fußball in den Vereinigten Staaten anzukurbeln. Das Land war 1994 Gastgeber des Turniers und verfügt heute über konsolidierte Profiligen. Dennoch vermischt sich im aktuellen Klima Aufregung mit Vorbehalten.
Im Estadio Azteca möchte Mexiko historische Momente wiederholen. Das Stadion wird Austragungsort der Eröffnung einer dritten Weltmeisterschaft sein, eine beispiellose Leistung. Das Spiel gegen Südafrika markiert den offiziellen Beginn des Wettbewerbs.
Das Erbe des Turniers sorgt immer noch für Unsicherheit
Die FIFA betont den verbindenden Charakter der Veranstaltung. Gianni Infantino wiederholte, dass dies das größte Schauspiel der Menschheit sei. In der Praxis begleiten Debatten über übermäßige Kommerzialisierung und politische Einmischung die Vorbereitungen bis in die Schlussminuten.
Fans und Analysten überwachen, wie die Teams während der Spiele mit der Umgebung außerhalb des Spielfelds umgehen. Die Weltmeisterschaft 2026 verspricht Spektakel innerhalb der vier Linien, aber externe Themen bestimmen einen Großteil der Erzählung vor dem Debüt.