Aktuelle Nachrichten (DE)

F1: Lewis Hamilton und Hadjar entgehen der Strafe für den Abstand hinter dem Safety-Car in Monaco

Lewis Hamilton F1
Lewis Hamilton F1 - Foto: Instagram

Nach dem chaotischen Rennen in Monaco, das die Weichen für die Saison 2026 stellte, sorgten die Entscheidungen der Sportkommissare dafür, dass der Podiumsplatz unverändert blieb. Ferrari-Fahrer Lewis Hamilton, der als Zweiter die Ziellinie überquerte, und Red Bull-Pilot Isack Hadjar, der sich als Dritter sein erstes Podium sicherte, wurden von den Vorwürfen freigesprochen, die Abläufe hinter dem Safety-Car nicht eingehalten zu haben.

Die beiden Fahrer überschritten den maximal zulässigen Abstand von 10 Autos zum Vordermann, der im spezifischen Artikel des FIA-Sportreglements für die Formel 1 festgelegt ist.

Die live kommentierten Episoden in der Sky Sports F1-Übertragung ließen Erzähler David Croft darauf hinweisen, dass Hamilton beim Aufwärmen der Reifen das Tempo des Feldes deutlich verlangsamte und damit eindeutig gegen die Distanzregel verstieß.

Der frühere F1-Fahrer Martin Brundle, der bemerkte, dass Hamilton einen Vorsprung von fast 30 Autos herausholte, sagte: „Ein Abstand von 10 Autos ist eine der Grundregeln dieses Sports.“

„Natürlich kann man im Cockpit nicht jeden Zentimeter messen, aber mit bloßem Auge bekommt man ein ziemlich gutes Gefühl dafür.“

„So große Unterschiede zu schaffen, wirkt sich negativ auf den Moment aus, in dem der führende Fahrer das Rennen startet, wenn das Safety-Car die Strecke verlässt, und wirkt sich auch auf die Konkurrenten hinter ihm aus.“

Nach einer genauen Prüfung der Funkkommunikation, Telemetriedaten, Streckenpositionierungssysteme und Aufnahmen der internen Kameras der Autos in Monte Carlo entschieden sich die FIA-Kommissare dafür, gegen keinen der Fahrer Strafen zu verhängen. Der zentrale Grund war der Präzedenzfall, der durch einen ähnlichen Fall beim Großen Preis von Kanada 2025 geschaffen wurde.

In einer offiziellen Erklärung erklärte die Jury: „In der Vergangenheit, während Kanada 2025, berücksichtigte das Rennmanagement die Tatsache, dass die Fahrer ihre Reifen und Antriebseinheiten für den Neustart des Rennens vorbereiten mussten.“

„Dementsprechend wurden die Teams darauf hingewiesen, dass in solchen Situationen aus Sicherheitsgründen ein gewisses Maß an Flexibilität und Toleranz an den Tag gelegt wird.“

„Angesichts dieses Präzedenzfalls wurde keine strafrechtliche Verfolgung für notwendig erachtet.“

Beim oben erwähnten GP von Kanada 2025 reichte Red Bull zwei separate Beschwerden gegen Mercedes-Fahrer George Russell ein, in denen er gefährliches Fahren und unsportliches Verhalten vor Max Verstappen während der Safety-Car-Phase behauptete.

Die Sportkommissare wiesen die Beschwerden von Red Bull jedoch zurück und Russell behielt seinen Sieg.

To Top