Die Weltmeisterschaft 2026 beginnt an diesem Donnerstag, dem 11. Juni, mit dem Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrika im Azteca-Stadion in Mexiko-Stadt. Zum ersten Mal bringt das Turnier 48 Teams aus drei Gastgeberländern zusammen – den Vereinigten Staaten, Mexiko und Kanada –, was die Anzahl der Spiele auf 104 erhöht und Raum für Überraschungen lässt, aber auch die Bevorzugung von Teams mit starken Kadern und neuer Erfahrung in großen Wettbewerben verstärkt.
Buchmacher und statistische Modelle wie Opta und Gato Mestre weisen auf einen Elitekader mit klarem Vorteil hin. Spanien erscheint in den meisten Analysen als Hauptkandidat, angetrieben vom Titel bei der EM 2024 und einer talentierten Generation unter der Führung von Pedri und Lamine Yamal.
Spanien und Frankreich liegen gemeinsam an der Spitze der Prognosen
Simulationen zufolge führt das spanische Team die aktuelle Rangliste mit Wahrscheinlichkeiten zwischen 15 % und 17 % für den Titelgewinn an. Die Mannschaft ist in einer guten Verfassung, mit einem gefestigten Ballbesitzstil und derzeit sind nur wenige ernsthafte Verletzungen zu verzeichnen.
Direkt dahinter liegt Frankreich mit einem beneidenswert starken Kader und Kylian Mbappé auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Die Franzosen haben in mehreren Modellen die zweitbesten Chancen und verfügen über Erfahrungen aus jüngsten Endspielen, darunter dem im Jahr 2022. Die Kombination aus individuellem Talent und taktischer Struktur macht das Team zu einem der am meisten gefürchteten Teams.

England und Argentinien vervollständigen die Gruppe der am höchsten bewerteten Länder
England, auf vielen Listen Dritter, setzt auf die goldene Generation, zu der Harry Kane und eine solide Abwehr gehören, die nun unter dem Kommando von Thomas Tuchel steht. Die Quoten deuten auf ein echtes Potenzial hin, weit zu kommen, insbesondere in einem langen Turnier mit mehr Spielen.
Argentinien, der aktuelle Meister, erscheint kurz darauf. Auch wenn Lionel Messi sich bereits in der Endphase seiner Karriere befindet, behält das Team seine kollektive Stärke, mit Spielern wie Julián Álvarez und einer Abwehr, die in den letzten Wettbewerben kaum gelitten hat. Der Titel der Copa América 2024 stärkt den Kandidatenstatus.

Brasilien strebt mit einem wertvollen Kader, aber jüngsten Herausforderungen den sechsten Platz an
Brasilien liegt durchweg unter den Top 6 oder 7, wobei die geschätzten Chancen je nach Quelle zwischen 5 % und 9 % liegen. Der fünfmalige Meister verfügt marktmäßig über den wertvollsten Kader der Welt, allen voran Vinicius Junior, und hat Carlo Ancelotti an der Spitze. Allerdings warf die unregelmäßige Qualifikationsrunde Fragen zur Konstanz auf.
Die Gruppe des Teams (Marokko, Haiti und Schottland) gilt als zugänglich, was eine bessere Vorbereitung auf die K.-o.-Runde ermöglichen könnte. Die Geschichte von fünf Titeln spricht für sie, aber die Leistung auf dem Spielfeld in den letzten Wettbewerben erfordert eine schnelle Weiterentwicklung.
Andere Namen, die auf dem Radar erscheinen
Deutschland, Portugal und die Niederlande komplettieren einen Großteil der Top-8-Rangliste. Deutschland befindet sich unter Julian Nagelsmann im Wiederaufbau, Portugal hat Cristiano Ronaldo in einem möglichen letzten Tanz und die Niederlande bringen eine Tradition wettbewerbsfähiger Mannschaften mit.
Das erweiterte Format kann Teams mit Rotation und Kadertiefe zugute kommen, da der Kalender anspruchsvoller wird. Die Geschichte zeigt, dass nicht immer die Favoriten gewinnen – wie Argentinien im Jahr 2002 oder die Österreicher in früheren Ausgaben –, aber das aktuelle Gleichgewicht zwischen Europäern und Südamerikanern verspricht ein offenes Turnier.