BMW entwickelt einen exklusiven synthetischen Sound für den zukünftigen Elektro-M3. Das Hauptziel besteht nicht darin, das Dröhnen eines V8, V10 oder Reihensechszylinders zu reproduzieren, sondern dem Fahrer klare akustische Hinweise auf Beschleunigung und Geschwindigkeit zu bieten, insbesondere auf Rennstrecken wie dem Nürburgring.
Ingenieure der M-Abteilung haben die Geräusche der ikonischen Modelle der Marke in einem reflexionsarmen Raum aufgezeichnet, um zu verstehen, was beim Fahrer Emotionen auslöst. Anstatt dieses Audio direkt zu kopieren, analysierte das Team Merkmale wie Rotationsverlauf und -intensität, um eine eigene Klangsignatur zu erstellen, die auf den echten Geräuschen der Elektromotoren des Autos basiert.
Das Ergebnis ist ein aggressiver und scharfer Sound mit Anklängen an einen Verbrennungsmotor, ohne jedoch den Fahrer zu täuschen. Im Gegensatz zu Ansätzen der Konkurrenz, die bestimmte Vibrationen oder Rumpelgeräusche simulieren, steht bei BMW die Funktionalität im Vordergrund: Dem Fahrer zu helfen, den Geschwindigkeitsverlauf zu spüren, ohne sich ausschließlich auf den Tacho zu verlassen.
Der Klang entwickelt sich mit der Beschleunigung
Im Prototyp ändert sich der Ton mit zunehmender Geschwindigkeit und wird intensiver, wenn das Auto schneller wird. Ingenieure betonen die Notwendigkeit, ständige Drohnengeräusche zu vermeiden, die bei einigen Hochleistungsmotoren mit festen Geschwindigkeiten üblich sind. Das System nutzt die Eigengeräusche der Elektromotoren als Basis und reichert sie an, um das Einkuppeln in allen Bereichen aufrechtzuerhalten.
Tests deuten darauf hin, dass der Quad-Motor des Elektro-M3 brutaler Leistung liefert als Modelle mit Verbrennungsmotor. Daher wird eine akustische Rückmeldung für intuitives Fahren bei hohen Geschwindigkeiten noch wichtiger. Paddel am Lenkrad können Gangwechsel simulieren, um die Beschleunigung dramatischer zu gestalten.
Anderer Ansatz als die Konkurrenz
Während sich einige Hersteller für von Hans Zimmer inspirierte Sounds oder direkte V8-Motorsimulationen entscheiden, untersucht BMW, was M-Klassiker spannend macht, um dies in ein frisches Erlebnis zu übersetzen. Der Fokus liegt darauf, Fortschritt und Spannung ohne tote Stellen zu erzeugen und sicherzustellen, dass der Sound der tatsächlichen Leistung des Fahrzeugs entspricht.
Der elektrische M3 wird auf dem Nürburgring weiterhin intensiv weiterentwickelt und hat Tausende von Testkilometern absolviert. Die Produktion ist für 2027 geplant, wobei neben der Elektroversion auch eine Verbrennerversion beibehalten wird.