Das bahamaische Gericht erkannte die Liquidation von Banco Master an, einem Finanzinstitut, gegen das die Bundespolizei wegen des Verdachts des Finanzbetrugs und der Veruntreuung von Ressourcen ermittelt. Die Maßnahme ermächtigt den von der Zentralbank ernannten Liquidator, im Namen der Bank und anderer Konzernunternehmen im karibischen Land zu handeln.
Diese Entscheidung trägt direkt dazu bei, die finanziellen Vermögenswerte des Instituts im Ausland zurückzugewinnen, wobei der Schwerpunkt auf der Steueroase Bahamas liegt, wo das Konglomerat mehrere Unternehmen und Fonds unterhält. Mit der offiziellen Ernennung von EFB Regimes Especiais zum Vertreter gewinnt die internationale Zusammenarbeit an Stärke.
In dem Dokument vom 26. Mai schätzt der für die Entscheidung zuständige Richter des Obersten Gerichtshofs, Raynard Rigby, es als unwahrscheinlich ein, dass Banco Master die in Brasilien beschlossene Liquidation rückgängig machen kann. Das Urteil stärkt den Weg für tiefergehende Untersuchungen der verbleibenden Ressourcen.
Insgesamt gehen die Zentralbank und die Bundespolizei gegen neun mit dem System verbundene Unternehmen und Fonds vor, die in der Steueroase tätig sind. Die brasilianische Regierung hat bereits offiziell mit dem Prozess der Rückgewinnung von Ressourcen im Ausland begonnen, wobei der Schwerpunkt auf der Blockierung verdächtiger Überweisungen und der Beschaffung von Informationen über die Vermögenswerte der Gruppe liegt.