Der frühere Premierminister Fumio Kishida bedankte sich für die Führung durch Yohei Kono, der am 8. Juni im Alter von 89 Jahren verstarb.
Kono, jahrzehntelang eine zentrale Figur der japanischen Politik, war zwischen 1993 und 1995 Vorsitzender der Liberaldemokratischen Partei (PLD), einer Zeit, die von Instabilität im Land geprägt war. Kishida, der unter seiner Führung erstmals ins Parlament einzog, betonte seine Rolle als Mentor des erfahrenen Politikers.
„Er war der Präsident der Liberaldemokratischen Partei, als ich zum ersten Mal gewählt wurde. Ich habe von ihm wirklich unschätzbar wertvolle Ratschläge erhalten“, sagte Kishida an diesem Mittwoch (10).
Flugbahn eines der langlebigsten Namen in der PLD
Yohei Kono trat bereits in jungen Jahren in die Politik ein und baute eine Karriere auf, die unter anderem die Positionen als Außenminister, stellvertretender Premierminister und Sprecher des Repräsentantenhauses zwischen 2003 und 2009 umfasste. Er war einer der Führer, die der LDP in den 1990er und 2000er Jahren bei der Bewältigung interner und externer Krisen halfen.
Sein Tod kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Partei nach den jüngsten Skandalen und Führungswechseln versucht, die Richtung neu zu definieren. Kishida, der Japan zwischen 2021 und 2024 regierte, repräsentiert eine Generation, die unter dem direkten Einfluss von Namen wie Kono aufwuchs.
Vermächtnis, das über eine Wahl hinausgeht
Neben seiner Parteipräsidentschaft wurde Kono für seine gemäßigten Positionen und seinen Beitrag zu außen- und innenpolitischen Themen bekannt. Seine Rolle als Mentor hat dazu beigetragen, mehrere Politiker zu formen, die in der aktuellen japanischen Szene noch immer einen wichtigen Platz einnehmen, darunter Mitglieder der Familie Kono, wie etwa sein Sohn Taro Kono, der wichtige Positionen innehatte.
Kishidas Aussage unterstreicht die Kontinuität der Einflussnetzwerke innerhalb der PLD, einer Partei, die seit der Nachkriegszeit die japanische Politik dominiert.