Meteorologen des National Hurricane Center (NHC) haben an diesem Mittwoch, dem 10. Juni, das erste interessante Gebiet für die atlantische Hurrikansaison 2026 identifiziert. Die Störung liegt in der Bucht von Campeche im Golf von Mexiko und geht auf die Überreste des Tropensturms Cristina zurück, der im Pazifik wirkte.
Auch wenn es sich hierbei um erste Anzeichen einer Aktivität handelt, sind die Chancen auf eine nennenswerte Entwicklung gering. Ungünstige Bedingungen wie starke Windscherung, trockene Luft und Saharastaub dürften in den kommenden Tagen die Bildung eines organisierten tropischen Systems verhindern.
Geringe Wahrscheinlichkeit einer Evolution
Die NHC-Prognose deutet darauf hin, dass die Wahrscheinlichkeit, dass sich in den nächsten sieben Tagen ein tropischer Wirbelsturm bildet, nur bei 10 % liegt. Ein schwaches Tiefdruckgebiet oder Tiefdruckzentrum könnte sich auf der Halbinsel Yucatan bilden und bis Sonntag starken Regen und Wind in den West-Zentral-Golf bringen, jedoch ohne direkte Bedrohung für die Vereinigten Staaten. Es wird erwartet, dass sich die Auswirkungen auf heftige Regenfälle im Osten Mexikos konzentrieren.
Voraussichtliche Saison unterdurchschnittlich
Diese erste Störung passt in das umfassendere Szenario der NOAA. Im Mai prognostizierte die Agentur mit einer Wahrscheinlichkeit von 55 % eine unterdurchschnittliche Saison für den Atlantik. Es wird mit 8 bis 14 benannten Stürmen, 3 bis 6 Hurrikanen und 1 bis 3 großen Hurrikanen gerechnet – Zahlen, die unter dem historischen Durchschnitt von 14 Stürmen, 7 Hurrikanen und 3 großen Hurrikanen liegen.
Der mögliche El Niño trägt zusammen mit anderen atmosphärischen Faktoren zu dieser ruhigeren Situation bei. Experten betonen, dass ein einzelnes System selbst in Jahren mit verminderter Aktivität großen Schaden anrichten kann, weshalb eine Vorbereitung weiterhin unerlässlich ist.
Was Sie vom Rest des Junis erwarten können
Der Monat sollte im Atlantik relativ ruhig bleiben, wobei der Pazifik ein größeres Potenzial für tropische Entwicklung bietet. Das NHC wird weiterhin die Entwicklung des Tiefdrucks in der Bucht von Campeche beobachten, es gibt jedoch keine Anzeichen dafür, dass es sich um den ersten benannten Sturm der Saison handeln wird – der, wenn er einträte, den Namen Arthur erhalten würde.