Laut einer am Donnerstag veröffentlichten landesweiten Umfrage von Quaest (11) ist das Vertrauen der Brasilianer in den sechsten Titel der Herrenmannschaft bei der Weltmeisterschaft 2026 in zwei Monaten deutlich gestiegen.
Die Umfrage zeigt, dass 35 % der Befragten glauben, dass Brasilien den Titel gewinnen wird. Im April lag der Optimismusindex bei 25 %. Der Anteil derjenigen, die nicht an den Sieg glauben, sank von 68 % auf 56 %. Weitere 9 % wussten es nicht oder wollten nicht antworten.
Obwohl die Mehrheit immer noch pessimistisch ist, deuten die Daten auf eine Erholung der Stimmung bei der Mannschaft unter der Leitung von Carlo Ancelotti hin, der 2024 sein Amt angetreten hat und die Gruppe für das Turnier in den USA, Kanada und Mexiko zusammengestellt hat.
Die meisten setzen auf ein frühes Ausscheiden
Auf die Frage, welche Stufe Brasilien erreichen sollte, hielten 35 % an ihrer Wette auf den Titel fest. Weitere 23 % prognostizieren ein Ausscheiden im Viertelfinale – genau in der Phase, in der das Team im Qatar Cup 2022 unterlag.
Die Umfrage zeigt außerdem, dass 8 % auf das Halbfinale, 3 % auf den zweiten Platz, 10 % auf das Achtelfinale (erstes Achtelfinale) und 7 % auf die Gruppenphase wetten. 14 % wussten es nicht oder antworteten nicht.
Ancelotti erhält mehr Unterstützung
Auch die positive Einschätzung des italienischen Trainers Carlo Ancelotti machte Fortschritte. Jetzt befürworten 58 % seine Arbeit, verglichen mit 41 % im April. Die Ablehnung sank von 29 % auf 14 %, während 29 % es nicht wussten oder keine Meinung dazu hatten.
Die jüngsten guten Leistungen der Seleção in Freundschaftsspielen und der Aufbau eines stabileren Umfelds unter Ancelottis Führung erklären diese Verbesserung der Fanwahrnehmung.
Neymar hat mehr Unterstützung
Auch die mögliche Präsenz von Neymar auf der Kaderliste sorgt für eine größere Akzeptanz. 53 % der Brasilianer befürworten die Einberufung der Nummer 10, im Vergleich zu 38 %, die sie ablehnen. Im Oktober 2023, als die Frage erstmals gestellt wurde, lagen die Zahlen bei 48 % Zustimmung und 39 % Ablehnung.
Der Stürmer, der in den letzten Jahren immer wieder verletzungsbedingte Höhen und Tiefen erlebte, bleibt eine polarisierende Figur, doch am Vorabend der Weltmeisterschaft wuchs die Unterstützung.