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Tödlicher Unfall in Rio: Hubschrauber im Sichtflugmodus mit primärer Beobachtung durch Piloten

Um dos helicópteros que caíram no Recreio
Um dos helicópteros que caíram no Recreio - Foto: Reprodução/TV Globo

Ein tragischer Flugunfall in Rio de Janeiro, bei dem an diesem Sonntag (14) nach dem Zusammenstoß zweier Hubschrauber sechs Menschen ums Leben kamen, wurde nach Angaben von Raul Marinho, technischer Direktor des brasilianischen Allgemeinen Luftfahrtverbandes (ABAG), als „Sichtflug“-Einsatz eingestuft. Bei dieser Flugkategorie, die bei Hubschraubern durchaus üblich ist, müssen die Piloten selbst durch ständige Überwachung der Umgebung für einen sicheren Abstand zwischen den Flugzeugen sorgen.

Wie Marinho erklärt, erfolgt die Bewegung der Hubschrauber durch „visuelle Korridore“, die von der Luftraumkontrollbehörde (Decea) eingerichtet wurden. Diese himmlischen „virtuellen Alleen“ verfügen über festgelegte Routen für Flugzeuge, die ähnlich wie Landstraßen funktionieren, mit Ein- oder Zweirichtungsflüssen, was eine entscheidende betriebliche Flexibilität für die vielfältigen Missionen von Hubschraubern in städtischen Gebieten ermöglicht. Der Spezialist, der auch Erfahrung als Linienpilot hat, erklärt: „Es ist ähnlich wie auf einer großen Allee. Da gibt es eine Richtung und eine falsche Richtung, es gibt einige Korridore, die in eine Richtung führen, und andere Korridore, die in eine Richtung und in die falsche Richtung führen.“

Um diese Flugbahnen zu verfolgen, nutzen Piloten Referenzpunkte am Horizont, GPS-Systeme oder Navigationssoftware. Das wichtigste Instrument zur Vermeidung von Flugzeugkollisionen bleibt jedoch die direkte Beobachtung. Der ABAG-Direktor betont, dass „das primäre Trennmittel das menschliche Sehen ist“. Er fügt hinzu, dass „laut Vorschrift die Verpflichtung des Piloten darin besteht, Ausschau zu halten und den Abstand auf der Grundlage der Sicht einzuhalten.“

In der Praxis liegt es in der Verantwortung der Helikopterkommandanten, andere Flugzeuge auf dem Weg visuell zu identifizieren und sicherzustellen, dass auf der gesamten Strecke ein Sicherheitsabstand eingehalten wird. Der Experte betont, dass die ständige Überwachung der Außenszene auch bei Vorhandensein modernster elektronischer Navigationsausrüstung ein unverzichtbarer Bestandteil der Flugsicherheit bleibt.

Darüber hinaus unterscheidet sich die Rolle der Flugsicherung erheblich von der auf großen kommerziellen Flugrouten. Wie Marinho erklärt, seien die Kontrollverantwortlichen bei Sichtflugbetrieben wie dem jüngsten Unfall nicht für die aktive und direkte Trennung der Hubschrauber im Luftraum verantwortlich.

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