Laut einer Studie der Purdue University hätte Asteroidenstaub vor 66 Millionen Jahren Dinosaurier „geröstet.

Silhueta da estátua do Dinossauro de Pescoço longo

Silhueta da estátua do Dinossauro de Pescoço longo - Various images/shutterstock.com

Neue Forschungsergebnisse unter der Leitung von Wissenschaftlern der Purdue University zeigen, dass mikroskopisch kleiner Staub, der durch den Asteroideneinschlag entstand, der vor etwa 66 Millionen Jahren die Erde traf, möglicherweise die Hauptursache für das Massenaussterben der Dinosaurier war. Die am 4. August 2026 veröffentlichte Studie legt nahe, dass diese in die Atmosphäre freigesetzten Partikel als „Wärmedecke“ fungierten, die Wärmeableitung verhinderten und eine globale Überhitzung verursachten. Dieses Phänomen hätte großflächige Waldbrände ausgelöst und etwa 75 % der lebenden Arten auf dem Planeten dezimiert.

Wie die Wärme nach dem Aufprall erhalten blieb

Der Asteroid, dessen Ausmaße mit denen des Mount Everest vergleichbar sind, kollidierte mit der Halbinsel Yucatán in Mexiko und bildete den riesigen Chicxulub-Krater. Durch die heftige Kollision wurde eine riesige Menge verdampftes Material in die Erdatmosphäre freigesetzt. Laut Brandon Johnson, Professor am Department of Earth, Atmospheric and Planetary Sciences der Purdue University und Hauptautor der Studie, wurde diese enorme kinetische Energie in Wärme umgewandelt, die sich über den Planeten ausbreitete.

Frühere Studien von Johnson und seinem ehemaligen Berater Jay Melosh hatten bereits gezeigt, dass der Einschlag mehr als tausend Kubikkilometer Gestein, Erde, Pflanzen und Tiere verdampfte. Beim Abkühlen in der oberen Atmosphäre kondensierte dieses Material zu kleinen Gesteinstropfen, sogenannten Kügelchen, die sich bei der Rückkehr zur Erde aufgrund der Reibung mit der Atmosphäre erhitzten und zusätzliche Wärme freisetzten.

Der Unterschied zwischen Kügelchen und tödlichem Staub

Paläontologen haben in mehreren Teilen der Welt versteinerte Kügelchen gefunden, unter anderem an einem Ort in North Dakota, wo sie in den Kiemen von Paddelfischen konserviert wurden. Forscher schätzen, dass diese Tiere noch am selben Tag des Aufpralls starben.

Die neue Forschung unterscheidet jedoch das Schicksal des Materials vom Schicksal des Asteroiden selbst. Anstatt Kügelchen zu bilden, verwandelte es sich in eine Wolke aus extrem feinem Staub. Mit Partikeln von etwa 2,5 Mikrometern Durchmesser hat sich dieser Staub weltweit verbreitet und fungiert als Wärmeisolator. Diese Unterscheidung ist entscheidend für das Verständnis der Intensität der Katastrophe.

Der „Ofen“-Effekt, der die Dinosaurier auslöschte

Brandon Johnson beschreibt, dass diese Staubschicht Wärmestrahlung einfängt. Er vergleicht die Situation mit der eines „Topfes“, in dem die Erdoberfläche und alles darauf „auf Kohlen geröstet“ wurde. Die Wärme konnte nicht in den Weltraum entweichen und kehrte ständig an die Oberfläche zurück.

Der Forscher behauptet, dass die Blockierung der Wärmestrahlung durch die Feinstaubwolke die Temperatur drastisch erhöht habe. Er berechnet, dass Tiere aus der Kreidezeit eine 17-mal höhere Dosis thermischer Strahlung erhielten als die, die für Menschen als 100 % tödlich gilt. Diese intensive Hitze reichte aus, um:

  • Setzen Sie Gräser und Kiefernnadeln in Brand
  • Flechten verbrennen
  • Kann möglicherweise eine direkte Verbrennung von Holz verursachen

Johnson betont, dass der anfängliche Aufprall und der Feuerball zwar schwerwiegend waren, das Ereignis jedoch durch den planetaren Ausstoß dieses verdampften Materials und die daraus resultierende Wärmespeicherung zu einem globalen Aussterben führte.

Organismen, die es geschafft haben, sich vor extremer Hitze zu schützen

Angesichts dieser Widrigkeiten hatten nur Organismen eine Überlebenschance, die über einen Schutz gegen extreme Hitze verfügten. Unter ihnen stechen hervor:

  • Sie lebten unter der Erde, in Löchern und Löchern
  • Sie suchten unter Wasser, in Flüssen und Ozeanen Zuflucht
  • Sie bewohnten andere Umgebungen, die sie von der heißen Atmosphäre isolierten

Alexandria Johnson, Assistenzprofessorin am Department of Earth, Atmospheric and Planetary Sciences der Purdue University, die die physikalischen Eigenschaften der Staubpartikel analysierte, erklärte, dass die Wolkenschicht so dicht sei, dass praktisch die gesamte Wärme der fallenden Kügelchen in der Nähe der Oberfläche gefangen sei. Ihrer Meinung nach „wirkte der Staub im Wesentlichen wie ein Pfannendeckel“ und erhöhte die Sterblichkeit in großem Umfang.

Ähnlichkeit mit dem Rauch aktueller Brände und düsterer Landschaften

Die Staubschicht könnte der Studie zufolge über Jahre oder sogar Jahrzehnte in der Atmosphäre verblieben sein. Zusätzlich zur Verschärfung der Hitze würden die Partikel eine ständige Gefahr für möglicherweise überlebende Organismen darstellen.

Alexandria Johnson zieht eine Analogie zum Staub, der durch Einschläge und Rauchpartikel entsteht, die bei aktuellen Waldbränden entstehen. Die untersuchten 2,5 Mikrometer großen Partikel haben die gleiche Größe wie der Rauch moderner Waldbrände. Sie können in die Lunge und den Blutkreislauf eindringen und dort zu Gesundheitsproblemen führen.

Das von den Forschern beschriebene Szenario nach dem Aufprall ist von nahezu völliger Dunkelheit geprägt, wobei Wolken das Tageslicht blockieren. Die Umgebung würde eher einer „Hölle als einer Venus“ ähneln, nur ein roter Schimmer wäre von Waldbränden zu sehen.

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