Google hat Android 17 QPR2 Beta 3 veröffentlicht und damit deutliche Verbesserungen der Schutzmechanismen für Mobilfunknetze implementiert. Die Funktion „Mobile Network Security“, die in Android 16 eingeführt wurde, erhält jetzt wichtige Updates, darunter eine Zeitleiste zur Ereignisverfolgung, detaillierte Informationen zur Verschlüsselung und ein breiteres Spektrum an Warnungen vor Mobilfunkangriffen.
- Die Einführung einer SIM-Sicherheitszeitleiste, die in der Lage ist, vom Modem erkannte Bedrohungen aufzuzeichnen und zu speichern, wie z. B. missbräuchlicher Zugriff auf die IMEI/IMSI über das Mobilfunknetz.
- Ein neuer SIM-Sicherheitsinformationsbildschirm, der aktive Verschlüsselungscodes für Anrufe, SMS-Nachrichten, Notfallwarnungen und Datenströme anzeigt.
- Das System verfügt jetzt über Benachrichtigungen, die Benutzer vor einer größeren Vielfalt an Mobilfunkangriffen wie Denial of Service (DoS), Jamming, Trapping, Downgrade und Standortverfolgung warnen.
In Android 16 warnt die in „Mobile Netzwerksicherheit“ integrierte Funktion „Netzwerkbenachrichtigungen“ bereits in Echtzeit vor Verbindungen zu unverschlüsselten Netzwerken oder möglichen „Stingrays“ (gefälschte Basisstationen). Diese Konfiguration wurde auf Pixel-Geräten deutlich dargestellt.
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Trotz der Nützlichkeit dieser Warnungen wurden sie nach dem Verwerfen leicht übersehen, es sei denn, der Android-Benachrichtigungsverlauf war aktiviert, eine Funktion, die den meisten Benutzern unbekannt ist.
So funktioniert die neue SIM-Sicherheitszeitleiste
Das neue Tool „SIM-Sicherheitszeitleiste“ in Android 17 QPR2 Beta 3 behebt dieses Manko, indem es eine dauerhafte, mit Zeitstempel versehene Aufzeichnung der vom Modem identifizierten Sicherheitsereignisse erstellt. Wenn ein böswilliger Mobilfunkmast oder ein Netzwerk versucht, eindeutige Kennungen wie IMEI oder IMSI aufzuzeichnen, wird das Ereignis in dieser Zeitleiste aufgezeichnet. Benutzer mit mehreren aktiven Chips können diese Datensätze auch filtern, um zu ermitteln, welche bestimmte Leitung anvisiert wurde.
Details zu Chip-Sicherheitsinformationen
Direkt über dem Schalter „2G-Netzwerkschutz“ gibt es außerdem eine neue Option, die sich auf „SIM-Sicherheitsinformationen“ bezieht. Wenn Sie auf diese neue Funktion tippen, wird eine Seite mit einer Übersicht über die Verschlüsselungscodes für die aktuelle SIM-Verbindung geöffnet. Das System weist außerdem darauf hin, dass einige Chiffren möglicherweise nicht angezeigt werden, wenn nie eine Verbindung über eine bestimmte Netzwerkgeneration hergestellt wurde.
- Anrufe und Nachrichten (CS)
- Anrufinitiierung (SIP)
- Anrufdaten (RTP)
- Datenauthentifizierung (NAS)
- Daten (PS)
- Datenübertragung (AS)
- Notrufdaten (RTP)
- Auslösen von Notrufen (SIP)
Diese Begriffe stellen die verschiedenen Protokolle und Netzwerkschichten dar, die ein Mobiltelefon verwendet, um Anrufe zu tätigen, Nachrichten zu senden und auf das Internet zuzugreifen.
Neue Benachrichtigungen für bestimmte Netzwerkbedrohungen
- Downgrade-Angriffe, die Geräte auf ältere Protokolle (2G/3G/4G) zwingen, um die Verschlüsselung zu umgehen.
- Lock-in-Angriffe, die das Gerät in Verbindungszyklen einschließen und den Zugriff für legitime Betreiber unterbinden.
- Denial-of-Service-Angriffe (DoS) und Jamming, die Frequenz- oder Signalkanäle überlasten und den Empfang stören.
- Standortverfolgungsangriffe, die Mobilfunkprotokolle ausnutzen, um heimlich die Position des Benutzers zu triangulieren.
- Nicht authentifizierte SMS- und Notfallwarnungen, also gefälschte lokale Übertragungen, die nicht vom Betreiber stammen.

