Jules-Pierre Malartre von Starry Night Education legte am 1. September 2026 einen detaillierten Beobachtungsplan für die Konstellationen des Monats vor. Die Reihe astronomischer Ereignisse beginnt am Abendhimmel im Nordosten mit dem Aufstieg der Andromeda-Galaxie. Für diese Himmelsbeobachtungen benötigen Interessierte keine professionelle Observatoriumstechnik.
Ein Fernglas erfasst unsere Nachbargalaxie.
Beobachter mit einem Acht-Zoll-Teleskop identifizieren die dunklen Staubbänder am Rand der Andromeda-Galaxie und erfassen gleichzeitig die beiden Zwergsysteme M32 sowie M110, während eine herkömmliche Kamera auf einem Stativ mit einer Brennweite zwischen 50 und 200 Millimetern den Kern detailliert abbildet. Gestackte Kurzzeitbelichtungen machen dabei die Spiralstrukturen sichtbar.
Die Venus tritt am 2. September 2026 direkt nach Sonnenuntergang weniger als 2 Grad südlich des Sterns Spica über dem Südwesthorizont auf. Teleskope zeigen die veränderten Beleuchtungsphasen des Planeten auf seiner Umlaufbahn im Verhältnis zur Erde. Am 3. September 2026 erscheint der Blinkende Planetarische Nebel NGC 6826 im Schwan vor dem Aufgang des zu 53 Prozent beleuchteten Mondes um 22:50 Uhr.
Der Mond erreicht am 4. September 2026 vor der Morgendämmerung sein letztes Viertel und erzeugt markante Schattenwürfe entlang der Mond-Apenninen sowie am Krater Tycho. Am 5. September 2026 präsentiert sich der Doppelsternhaufen NGC 869 und NGC 884 im Perseus zwischen den Sternbildern Perseus und Kassiopeia.
Planetenbewegungen und galaktische Nebel in den ersten Septembertagen
Mars zieht in den frühen Morgenstunden des 6. September 2026 exakt 3 Grad südlich an der abnehmenden Mondsichel vorbei. Teleobjektive halten die rötliche Färbung des Planeten neben der silbernen Oberfläche des Erdtrabanten über Gebäudesilhouetten fest. Am 7. September 2026 steht der Mond nach Durchlaufen des Perigäums besonders nah und sendet deutliches Erdscheinlicht aus.
Jupiter erfährt am 8. September 2026 um 5:00 Uhr EDT eine Bedeckung durch die Mondsichel in unmittelbarer Nachbarschaft zum Sternhaufen M44 in der Krippe. Ferngläser trennen die vier Galileischen Monde und die Einzelsterne der Ansammlung mühelos voneinander.
Das Zodiakallicht öffnet am 9. September 2026 um 4:00 Uhr EDT ein zweiwöchiges Beobachtungsfenster zwischen den Sternbildern Krebs, Zwillinge und Stier. Am 10. September 2026 folgt die Dreiecksgalaxie M33 mit der H-II-Region NGC 604 bei schwacher Flächenhelligkeit. Der westliche Schleiernebel NGC 6960 im Schwan zeigt seine Gasfäden am 11. September 2026 unter dunklem Nachthimmel.
Merkur steht am 12. September 2026 um 3:29 Uhr EDT 4 Grad nördlich des Mondes, bevor Beobachter beide Körper um 19:20 Uhr EDT in 10 Grad Abstand auffinden. Seine Scheibe weist eine Beleuchtung von 93 Prozent nahe am Westhorizont auf.
Positionen zur Tagundnachtgleiche und die morgendliche Sichtbarkeit von Jupiter
Der planetarische Nebel NGC 7662 leuchtet am 13. September 2026 bei 150-facher Vergrößerung blaugrün im Grenzbereich von Andromeda und Pegasus auf. Die Mondsichel passiert am 14. September 2026 um 19:20 Uhr EDT die Venus im Südwesten. Am 15. September 2026 schwankt die Helligkeit des Granatsterns Mu Cephei zwischen den Größenklassen 3,4 und 5,1.
Mehrere Ereignisse markieren die Monatsmitte im astronomischen Kalender:
- Der Kugelsternhaufen M15 verdichtet sich am 16. September 2026 im Sternbild Pegasus.
- Antares berührt am Abend des 17. September 2026 den Rand der Mondscheibe.
- Der zunehmende Halbmond formt am 18. September 2026 die Lichtstrukturen Mond-X und Mond-V an den Kratern Blanchinus und Ukert.
- Venus erreicht am 19. September 2026 nach ihrer größten beleuchteten Fläche die maximale Helligkeitsspitze.
- Der Saturnnebel NGC 7009 zeigt am 20. September 2026 seine ringförmigen Ausläufer im Wassermann.
Die Sternansammlung NGC 7789 offenbart am 21. September 2026 dunkle Gassen in der Kassiopeia. Der Eulen-Sternhaufen NGC 457 folgt am 22. September 2026 um den Überriesen Phi Cassiopeiae.
Die astronomische Tagundnachtgleiche tritt am 23. September 2026 um 00:05 Uhr koordinierter Weltzeit ein, was in Nordamerika 20:05 Uhr EDT am 22. September entspricht. Die steile Ekliptik drückt das Zodiakallicht 90 Minuten vor Sonnenaufgang weit nach oben.
Erntemond über dem Horizont und die Trennung markanter Doppelsterne
Jupiter wandert am 24. September 2026 mit einer Magnitude von minus 1,9 im Sternbild Löwe vor die Morgendämmerung. Ein Zeitfenster von 60 bis 90 Minuten vor Sonnenaufgang stabilisiert die atmosphärischen Bedingungen für die Beobachtung der Wolkenbänder und der Monde Io, Europa, Ganymed und Kallisto. Am 25. September 2026 trennt sich der Doppelstern Albireo im Schwan in eine goldgelbe und eine saphirblaue Komponente.
Der Erntemond erreicht am 26. September 2026 seine volle Phase und geht täglich 20 bis 30 Minuten später auf. Das senkrechte Sonnenlicht hebt das Strahlensystem des Einschlagkraters Tycho kilometerweit über den Basaltebenen hervor.
Der Stern Gamma Arietis teilt sich am 27. September 2026 im Widder in zwei weiße Punkte mit 7,4 Bogensekunden Distanz. Beide Komponenten überstrahlen das helle Mondlicht ohne optische Nachführung.
Beobachtungskorridor für zwei Kometen und Sternhaufen zum Monatsende
Die Kometen 161P/Hartley-IRAS im Wassermann und 10P/Tempel 2 im Südlichen Fisch kreuzen am 28. September 2026 gegen 22:30 Uhr den Meridian. Beide Himmelskörper liegen bei Helligkeiten zwischen Magnitude 9,5 und 10 in der Erfassungsdatenbank für Kometen.
Kembles Kaskade reiht am 29. September 2026 über 20 Sterne im Sternbild Giraffe auf und mündet in den Sternhaufen NGC 1502. Ein oranger Stern fünfter Größe bildet den Mittelpunkt dieser 3 Grad langen Struktur.
Der zu 80 Prozent beleuchtete Mond passiert am 30. September 2026 den offenen Sternhaufen der Plejaden M45. Das Geschehen vollzieht sich direkt an den Sternen Atlas und Pleione.
Diese beiden Randsterne der Siebengestirn-Gruppe heben sich deutlich von der beleuchteten Kante des Mondes ab. Teleskopbeobachter erfassen die Passage ohne Zusatzausrüstung am Westhimmel. Das Ereignis schließt die planmäßigen Himmelsdurchgänge des Monats ab.

