Ermittler der US-Einwanderungsbehörde ICE nahmen die 26-jährige Centerspielerin Aminata Seck am 7. August 2026 direkt am Muhammad Ali International Airport in der Stadt Louisville fest. Die senegalesische Athletin der Kentucky State University befand sich zu diesem Zeitpunkt gemeinsam mit ihrer Mannschaft auf der planmäßigen Reise zu einem Basketballturnier im Bundesstaat New York. Diesen Ablauf der überraschenden Bundessicherheitskontrolle am Flugsteig bestätigte ihre Rechtsbeiständin Sadiqa Reynolds gegenüber Reportern.
Juristischer Beistand pocht auf sofortige medizinische Versorgung der Sportlerin
Nach Angaben von Reynolds versäumte die senegalesische Sportlerin während ihrer langwierigen Rekonvaleszenz nach einer früheren Rückenoperation vermutlich eine behördliche Einreichungsfrist für Ausweispapiere, wodurch nun die dringende operative Behandlung eines gerissenen vorderen Kreuzbandes sowie einer schwerwiegenden Schädigung der Achillessehne im Bein blockiert bleibt. Starke Schmerzen belasten sie.
In einer öffentlichen Stellungnahme forderte Reynolds eine unverzügliche Freigabe für den chirurgischen Eingriff. Die Verteidigerin erklärte unmissverständlich, dass Seck dringend auf klinische Betreuung angewiesen sei und direkt im Abflugbereich neben ihren Universitätskollegen verhaftet wurde. Die Athletin benötigt laut Reynolds unmittelbare orthopädische Behandlung im Krankenhaus statt Isolierung. Bislang verbleibt sie jedoch ohne den erforderlichen Operationstermin in einer Gefängniszelle.
Verlegung nach Chicago erschwert Suche im behördlichen Häftlingsregister
Nach dem Zugriff am Flughafen verlegten Bundesbedienstete die Athletin zwischen verschiedenen Arrestlokalen im Bundesstaat Kentucky und überstellten sie schließlich nach Chicago. Obwohl der Name der Studentin kurz darauf aus dem digitalen Auskunftssystem für Bundesinhaftierte verschwand, führt das Grayson County Detention Center weiterhin einen Datensatz mit Vermerken des Department of Homeland Security, während die Behörden die genauen Vorwürfe verschweigen.
Die Verantwortlichen der Kentucky State University bestätigten Secks feste Zugehörigkeit zum dortigen Sportkader, verwiesen jedoch unter Berufung auf geltende Datenschutzvorschriften auf eine strikte Schweigepflicht zu den genauen Umständen der Verhaftung. Die 1,93 Meter große Centerin stammt gebürtig aus Dakar im Senegal und erhielt für ihre Studienleistungen im Jahr 2026 eine Auszeichnung im universitären Förderprogramm Elite 16. Die Sportlerin bleibt in Bundesgewahrsam.

