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Morgan Stanley und Goldman Sachs prognostizieren unveränderte Zinssätze bei der türkischen Zentralbank

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Morgan Stanley - Mehaniq / Shutterstock.com

Ökonomen von Morgan Stanley und Goldman Sachs gehen davon aus, dass die Zentralbank der Republik Türkei (CBRT) den Leitzins auf ihrer für diese Woche geplanten Sitzung unverändert lassen wird.

In einer am 8. Juni von Morgan Stanley veröffentlichten und vom Ökonomen Georgi Deyanov und dem Strategen Arnav Gupta unterzeichneten Mitteilung wird darauf hingewiesen, dass die schwache Entwicklung der Inlandsnachfrage die Zentralbank zu einer vorsichtigen Haltung veranlassen sollte.

Das Dokument hebt hervor, dass die Wirtschaftstätigkeit seit der letzten Sitzung des geldpolitischen Ausschusses im April an Dynamik verloren hat. Die Zahlen für das erste Quartal deuten auf einen stabilen privaten Konsum, sinkende Exporte und Anzeichen einer schwächeren Nachfrage nach langlebigen Konsumgütern bei hochfrequenten Indikatoren hin.

Trotz des Anstiegs und der Instabilität der Preise für Energierohstoffe plädieren Deyanov und Gupta für die Beibehaltung des Leitzinses bei 37 % und bekräftigen die Tendenz zur geldpolitischen Straffung. Sie stellten fest, dass der Markt zwar mit einer Stabilität von rund 37 % rechnet, ein Zinssatz näher bei 40 % der Zentralbank jedoch mehr Spielraum für den Umgang mit der Inflation und die Anpassung der Geldpolitik in der Zukunft bieten könnte.

Morgan Stanley schätzt, dass die allgemeine Inflation im vierten Quartal 2026 zurückgehen wird. Aus dieser Sicht würde die CBRT einen schrittweisen Lockerungszyklus mit einer anfänglichen Senkung des Leitzinses um 200 Basispunkte auf 35 % einleiten. Für 2027 werden weitere Senkungen prognostiziert, die den Satz am Jahresende auf 27,50 % bringen würden.

Das Institut empfiehlt weiterhin eine Short-Position im dreimonatigen Carry Trade im USD/TRY-Paar. Es wird erwartet, dass die Zentralbank der Türkei eine kontrollierte Abwertung der Lira unter das Niveau der Terminkontrakte aufrechterhalten wird, wobei die Realzinsen immer noch attraktiv genug sind, um die Strategie zu unterstützen.

Auch Goldman Sachs geht davon aus, den Kurs beizubehalten.

Andererseits geht Goldman Sachs davon aus, dass die Sitzung in dieser Woche das Ende eines Zyklus markieren wird. In einer Mitteilung vom 5. Juni prognostizierte die Bank, dass die CBRT statt einer Erhöhung der Zinssätze zu regulatorischen Maßnahmen bei der Kreditvergabe greifen sollte, um die Finanzierungsbedingungen zu verschärfen. Die Analyse besagt, dass nur ein starker Dollarisierungsdruck die Zentralbank dazu veranlassen würde, den Leitzins anzuheben.

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