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Die neue Siri mit KI kommt in Europa an, doch iPhone und iPad bleiben aufgrund von Antimonopolregeln außen vor

Apple, Inteligência Siri
Apple, Inteligência Siri - Samuel Boivin / Shutterstock.com

Apple stellte am Montag, 8. Juni, die neue Version von Siri powered by Apple Intelligence vor. Allerdings werden erweiterte Funktionen für iPhone- und iPad-Benutzer in der Europäischen Union nicht verfügbar sein, wenn iOS 27 und iPadOS 27 später in diesem Jahr veröffentlicht werden.

Die Einschränkung ergibt sich aus dem Digital Markets Law (DMA), das große Technologieunternehmen dazu zwingt, ihre Systeme für Wettbewerber zu öffnen. Apple argumentiert, dass die vollständige Einhaltung des Standards die Privatsphäre und Sicherheit der Benutzer gefährden würde.

Erweiterte Funktionen sind auf europäischem iOS nicht verfügbar

Ohne das neue Siri haben iPhone-Besitzer in der Region keinen Zugriff auf Funktionen wie die spezielle App zum Überprüfen früherer Gespräche, Verbesserungen der visuellen Intelligenz, integrierte Textbearbeitungstools und den kameraaktivierten Siri-Modus. Auch europäische Entwickler können diese neuen Funktionen nicht in ihren Anwendungen testen.

Der aktualisierte Assistent erledigt die meisten Aufgaben direkt auf dem Gerät oder auf den sicheren Servern von Apple, wobei der Schwerpunkt auf dem Datenschutz liegt. Allerdings verlangt DMA von anderen virtuellen Assistenten direkten Zugriff auf private Daten und die autonome Steuerung von Apps, was das Unternehmen als riskant erachtet.

Streit mit europäischen Regulierungsbehörden

Apple hat in den letzten Monaten Zwischenlösungen vorgeschlagen, darunter ein schrittweises Release-System über 18 Monate. Alle wurden von der Europäischen Kommission abgelehnt. Craig Federighi, Senior Vice President für Software Engineering, brachte die Frustration des Unternehmens zum Ausdruck.

„Wir sind zutiefst enttäuscht, dass unsere Nutzer in der Europäischen Union Siri AI nicht auf ihrem iPhone oder iPad haben werden, wenn wir später in diesem Jahr unsere neuen Softwareversionen veröffentlichen“, sagte Federighi. Er fügte hinzu, dass das Unternehmen weiterhin offen für den Dialog sei, um einen Weg zu finden, der Privatsphäre und Sicherheit schützt.

Auswirkungen für Benutzer und Entwickler

Die Einschränkung betrifft auch die Apple Watch in Europa, da watchOS 27 auf ein iPhone mit gekoppelter Siri AI angewiesen ist. Andererseits können Mac- und Apple Vision Pro-Benutzer in der Region auf den neuen Assistenten zugreifen. Apple arbeitet weiterhin an der Compliance für andere Märkte, beispielsweise China, wo regulatorische Anforderungen die Markteinführung ebenfalls verzögern.

Die Entscheidung verdeutlicht die Spannungen zwischen KI-Innovationen und Wettbewerbsregeln in Europa, die rund 450 Millionen potenzielle iPhone-Nutzer betreffen. Während die Europäische Kommission angibt, dass das DMA den Start nicht verhindert und die Wahl bei Apple liegt, bleibt das Unternehmen bestehen, dass die aktuellen Anforderungen den grundlegenden Geräteschutz gefährden.

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