West Ham United hat bestätigt, dass Adama Traoré am Ende der Saison nicht im Verein bleiben wird. Der Vertrag des 30-jährigen spanischen Stürmers endet am 30. Juni und er wird als Free Agent auf den Markt kommen.
Traoré kam im Januar 2026 für rund 2 Millionen Pfund von Fulham zu West Ham. Der Wechsel brachte den Spieler wieder mit Manager Nuno Espírito Santo zusammen, mit dem er bei Wolves zusammengearbeitet hatte. Damals waren die Erwartungen aufgrund der Schnelligkeit und körperlichen Stärke des Stürmers hoch, doch die Leistung entsprach nicht den ursprünglichen Investitionen.
Diskreter Übergang in die Premier League
In seiner halben Saison im London Stadium bestritt Traoré rund 24 Spiele, erzielte dabei kein Tor und gab nur eine Vorlage. Die schwache Leistung ereignete sich in einem schwierigen Jahr für die Hammers, die in der Premier League den 18. Platz belegten und zum ersten Mal seit 2010/11 wieder in die Championship abstiegen.
Auch mit dem 3:0-Sieg über Leeds in der letzten Runde konnte sich West Ham der Niederlage nicht entziehen, die nach Tottenhams Sieg über Everton definiert wurde. Der Abstieg beschleunigte die Neuformulierung des Kaders, mit Abgängen wie Łukasz Fabiański und jetzt Traoré.
Karriere mit Höhen und Tiefen
Traoré wurde in Barcelonas Jugendkategorien ausgebildet und machte sich zwischen 2018 und 2021 bei den Wolves einen Namen, wo er sein Hauptmerkmal zeigte: physische Explosion. Anschließend spielte er für Barcelona, Aston Villa und Fulham, bevor er zu West Ham kam. Mit 30 ist er nun auf der Suche nach einem neuen Projekt, das seinen Spielstil bereichert.
Spaniens Interesse und offene Zukunft
Spanische Vereine zeigen bereits Interesse. Berichten zufolge hat der Zweitligist Elche Traoré zu seiner Hauptangriffspriorität gemacht. Es könnten weitere LaLiga-Teams auftauchen, die von der Möglichkeit angezogen werden, ihn ohne Ablösesumme zu verpflichten. Das Gehalt kann jedoch ein Hindernis für Verhandlungen sein.
Für West Ham bedeutet der Abgang den Beginn des Wiederaufbaus in der Meisterschaft. Der Verein muss Gehaltskürzungen und Neuverpflichtungen stärker priorisieren, um dem neuen Niveau der Mannschaft gerecht zu werden.