PepsiCo begann mit dem Einsatz autonomer Lkw zum Transport von Erfrischungsgetränken, Snacks und anderen Produkten auf regionalen Routen in den Vereinigten Staaten. Die mehrjährige Partnerschaft mit dem Startup Gatik stellt den bisher größten kommerziellen Einsatz autonomer Güter dar, wobei Fahrzeuge bereits in drei Bundesstaaten fahrerlos im Einsatz sind.
Mit Gatik-Technologie ausgestattete Isuzu-Lkw sind derzeit in Texas, Arizona und Arkansas unterwegs. Insgesamt gibt es 41 Fahrzeuge: 35 in Arizona, fünf in Texas und eines in Arkansas. Es wird erwartet, dass die Flotte in den kommenden Monaten wächst und sich in die Lebensmittel- und Getränkelieferkette des amerikanischen Riesen integriert.
Strategische Partnerschaft beschleunigt Automatisierung in der Logistik
Die Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen begann im Jahr 2022 und nimmt mit der neuen Vereinbarung nun an Umfang zu. Autonome Lkw führen mittelgroße Lieferungen durch und verbinden Fabriken mit Vertriebszentren und in einigen Fällen von Lagerhäusern mit Einzelhandelsgeschäften wie Walmart und Dollar General. PepsiCo-Mitarbeiter empfangen und entladen Fahrzeuge an den Endpunkten.
Laut Gatik fahren Lkw auf wiederholbaren Routen, wodurch das System im Laufe der Zeit lernen und sich verbessern kann. Dazu gehören Autobahnen und Stadtstraßen mit Sensoren wie Kameras, Radar und Lidar für eine sichere Navigation.
Leistung und Zuverlässigkeit übertreffen die Erwartungen
Einer der Hauptvorteile ist Pünktlichkeit. Die autonome Flotte von Gatik für PepsiCo verzeichnet über 98 % pünktliche Lieferungen, eine höhere Quote als bei vielen Einsätzen mit menschlichen Fahrern, insbesondere in Spitzenzeiten oder bei Mangel an qualifizierten Arbeitskräften.
Jim Farrell, Senior Vice President of Supply Chain bei PepsiCo, betonte, dass sich wiederholende Routen dazu führen, dass Fahrzeuge mit jeder Fahrt effizienter werden. Technologie trägt dazu bei, die Variabilität zu reduzieren, die Kapazität zu erhöhen und den Kundenservice zu verbessern, ohne dass der bestehende Betrieb wesentlich verändert werden muss.
Mehrwert: Was sich in der Praxis für die Branche ändert
Im Gegensatz zu isolierten Tests oder eingeschränkten Abläufen stellt dieser Einsatz einen konkreten Fortschritt in der Frachtautomatisierung mittlerer Größe dar. Durch die Integration Dutzender Lkw in eine der größten Lieferketten der Welt demonstriert PepsiCo seine volle wirtschaftliche Machbarkeit und könnte andere Einzelhandels- und Logistikriesen dazu bewegen, ähnliche Lösungen einzuführen, um dem Fahrermangel und steigenden Kosten zu begegnen.
Technologie und Sicherheit im Alltag
Die Fahrzeuge behalten die herkömmliche Kabinenaufteilung mit Lenkrad und Klimaanlage bei, verfügen jedoch über interne Bildschirme, auf denen Bilder von externen Kameras angezeigt werden. Sie werden von Verbrennungsmotoren angetrieben und sind für den zuverlässigen Alltagsbetrieb konzipiert, wobei die Sicherheit in gemischten Autobahn- und Stadtumgebungen oberste Priorität hat.
Die Initiative stärkt die Bemühungen von Unternehmen, die Logistik widerstandsfähiger und effizienter zu machen und auf die volatile Nachfrage des Verbrauchermarktes zu reagieren.