Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für Teile Baden-Württembergs eine Unwetterwarnung herausgegeben, wobei die Region Ludwigsburg voraussichtlich von vereinzelten Schauern und Gewittern betroffen sein wird. Allerdings prognostiziert der DWD derzeit keine Unwetter für den Kreis, so dass auch in der Nacht zum Mittwoch (10) eine instabile Wetterlage anhalten wird.
Der Sturm rückt nördlich des Bezirks vor
Laut DWD-Meteorologe Marco Puckert zieht der Hauptsturm aus der Region Karlsruhe in Richtung Bretten. Diese Sturmzelle verläuft von West nach Ost und wird voraussichtlich nördlich von Ludwigsburg vorbeiziehen. Allerdings betonte Puckert, dass direkte Auswirkungen nicht völlig auszuschließen seien, da „auch andere Regenschauer durch die Region ziehen und Ludwigsburg treffen könnten.“
Unterschied zwischen Alarm und allgemeiner Warnung
Es ist zu beachten, dass es sich bei der aktuellen Warnung des DWD um eine Großwetterwarnung und nicht um eine Unwetterwarnung handelt. Dies bedeutet, dass in einigen Gebieten zwar Starkregen und Blitze möglich sind, extreme Wetterbedingungen, die zu erheblichen Schäden oder außergewöhnlichen Regenmengen führen können, jedoch nicht zu erwarten sind. Diese Unterscheidung ist von entscheidender Bedeutung für das Verständnis des Maßes an Vorsichtsmaßnahmen, die seitens der Bürger erforderlich sind.
Prognose mit Unsicherheit
Die Genauigkeit der Prognose hinsichtlich der Auswirkungen des Sturms auf die Region bleibt nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes ungewiss. Puckert erklärte: „Es ist durchaus möglich, dass der Sturm an Stärke verliert, wenn er den Raum Ludwigsburg erreicht“, eine genaue Prognose könne derzeit jedoch nicht abgegeben werden.
Erwartete Niederschlagsmengen
Auch zu den Niederschlagsmengen äußerte sich der DWD und wies darauf hin, dass trotz der Möglichkeit von Schauern in der Nacht zum Mittwoch und am frühen Morgen die Werte unter dem Grenzwert für Unwetter liegen werden. Die Prognose liegt bei etwa fünf bis zehn Litern pro Quadratmeter, in einigen bestimmten Gebieten können maximal 15 Liter erreicht werden. In anderen Regionen Baden-Württembergs wird mit deutlich weniger oder gar keinem Regen gerechnet.
Ruhig am Donnerstag
Dass es in der Nacht zu vereinzelten Unwettern kommen könne, sei nicht ausgeschlossen, so der Meteorologe. Eine grundsätzlich gefährliche Wetterlage sieht der Deutsche Wetterdienst allerdings nicht: „Es handele sich nicht um schwere Unwetter“ und eine „Katastrophe“ sei nicht zu erwarten. Es wird erwartet, dass sich das Wetter über Nacht allmählich beruhigt und der Donnerstag deutlich ruhiger wird.