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Trump droht, die Kontrolle über das iranische Öl zu übernehmen, wie er es in Venezuela getan hat

Donald J Trump
Donald J Trump - Instagram

Donald Trump hat damit gedroht, die volle Kontrolle über die Öl- und Gasinfrastruktur des Iran zu übernehmen, und nannte dabei das Beispiel Venezuela als Erfolgsmodell. Die Erklärung erschien am Donnerstag (11) in einer Veröffentlichung in Truth Social, als die Vereinigten Staaten neue Angriffe gegen iranische Ziele verübten.

Der amerikanische Präsident deutete an, dass die Aktion „in nicht allzu ferner Zukunft“ stattfinden werde, mit Schwerpunkt auf der Insel Kharg, Irans wichtigstem Rohölexportterminal. Der Standort macht bis zu 95 % des Auslandsumsatzes des Landes aus und verbindet Ölpipelines von Feldern im Südwesten Irans mit Lagertanks.

Trump sagte, er beabsichtige, die Insel und andere strategische Punkte zu erobern, um die iranischen Öl- und Gasmärkte zu kontrollieren, und wiederholte damit den in Venezuela angewandten Ansatz. Ihm zufolge funktioniert das Modell „sowohl für Venezuela als auch für die Vereinigten Staaten hervorragend“.

Kontext der militärischen Eskalation

Die Aussagen erfolgen inmitten einer neuen Angriffswelle. Trump kündigte an, dass die amerikanischen Streitkräfte den Iran im Laufe des Abends „sehr hart“ angreifen würden, und behauptete, dass die iranische Marine, Luftwaffe, Radargeräte und Flugabwehranlagen bereits weitgehend zerstört seien.

Am Tag zuvor verübten die USA Bombenanschläge auf Ziele in Sirik, Qeshm und möglicherweise Bandar Abbas. Das Korps der Islamischen Revolutionsgarde reagierte mit der Sperrung der Straße von Hormus für alle Schiffe, einschließlich Öltankern, und meldete Angriffe auf „Schurken“-Schiffe, die versuchten, durch die Region zu fahren.

Was bedeutet die Insel Kharg?

Die kleine, etwa 20 km² große Insel erlangte während des iranischen Ölbooms in den 1960er und 1970er Jahren strategische Bedeutung, da das tiefe Wasser den Zugang für Supertanker ermöglichte – etwas, das an der flachen Küste des Landes selten ist. Es war bereits im März das Ziel amerikanischer Aktionen, um den Iran unter Druck zu setzen, die Meerenge freizugeben.

Auch nach Beginn der Kämpfe hielt der Iran seine Exporte von 1,1 bis 1,5 Millionen Barrel pro Tag aufrecht, während andere Golfproduzenten ihre Lieferungen aus Angst vor Angriffen reduzierten. Der Ölsektor stellt die wichtigste Säule der iranischen Wirtschaft dar.

Vergleich mit Venezuela

Der Verweis auf Venezuela bezieht sich auf die amerikanische Militäroperation Anfang 2026, die zur Absetzung von Nicolás Maduro führte. Trump hat wiederholt, dass die USA Dutzende Millionen Barrel Öl aus dem südamerikanischen Land gefördert und die Einnahmen zur Deckung der Betriebskosten und zum Wiederaufbau der Infrastruktur mit amerikanischen Unternehmen verwendet haben.

Experten weisen darauf hin, dass der Iran im Gegensatz zu Venezuela, dessen Einrichtungen degradiert wurden, über eine besser erhaltene Infrastruktur verfügt, was bei einer Kontrolle zu schnelleren Gewinnen führen könnte. Allerdings ist das Risiko von Vergeltungsmaßnahmen und regionaler Instabilität im Persischen Golf deutlich größer.

Die Schließung der Straße von Hormus, durch die rund 20 % des weltweiten Öls fließen, wirft bereits weltweit Bedenken hinsichtlich Angebot und Preisen auf. Iran verurteilte die Angriffe als „illegale Aggression“ und sagte, sie würden die Bemühungen um einen Waffenstillstand zunichtemachen.

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