Die Vereinigten Staaten haben am Montag eine aktualisierte Liste chinesischer Unternehmen veröffentlicht, die nach Angaben des Verteidigungsministeriums Chinas Militär unterstützen. Die Maßnahme umfasste Namen wie Alibaba, BYD und Baidu. Peking reagierte mit einem formellen Protest und forderte ein Ende der sogenannten Repression gegen seine Unternehmen.
Die Veröffentlichung erfolgte Wochen nach dem Treffen von Präsident Donald Trump mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping in Peking. Beide Regierungen waren damals bestrebt, die Stabilität in den bilateralen Beziehungen zu wahren. Die neue Beziehung weist Ähnlichkeiten mit der vorherigen Version auf, die Monate zuvor ohne Erklärung entfernt worden war.
Listenaktualisierung trifft Technologie- und Branchenriesen
Das US-Verteidigungsministerium hat die Liste der Einrichtungen erweitert, die mit der militärisch-zivilen Fusionsstrategie Chinas in Zusammenhang stehen. Neben Alibaba, der Suchmaschine Baidu und dem Elektrofahrzeughersteller BYD standen zwei Speicherchip-Hersteller auf der Liste: ChangXin Memory Technologies und Yangtze Memory Technologies.
Auch andere prominente Unternehmen im Bereich der künstlichen Intelligenz, wie etwa Tencent, tauchen in dem Dokument auf. Die vollständige Liste umfasst mittlerweile mehr als 180 Entitäten. Durch die Aufnahme wird verhindert, dass diese Unternehmen ab dem 30. Juni 2026 neue Direktverträge mit dem Pentagon abschließen.
- Alibaba betreibt den weltweit größten E-Commerce-Marktplatz
- BYD ist weltweit führend im Vertrieb von Elektro- und Hybridfahrzeugen
- Baidu entwickelt Suchtechnologien und autonome Fahrzeuge
- ChangXin Memory und Yangtze Memory sind in der Halbleiterproduktion tätig
Der republikanische Abgeordnete John Moolenaar, Vorsitzender des Sonderausschusses des Repräsentantenhauses für China, nannte die Liste eine Warnung für amerikanische Unternehmen. Er forderte US-Unternehmen auf, ihre Geschäfte mit den oben genannten Unternehmen einzustellen, um nicht zu den militärischen Fortschritten Chinas beizutragen.
Sofortige Reaktion aus Peking und den genannten Unternehmen
Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Lin Jian, kritisierte die amerikanische Entscheidung. Er erklärte, dass die Vereinigten Staaten das Konzept der nationalen Sicherheit verallgemeinern und rücksichtslose Unterdrückung chinesischer Unternehmen betreiben. Die Kanzlerin forderte Washington auf, die Praktiken zu korrigieren.
Alibaba bestritt jegliche militärische Verbindung und stufte die Aufnahme als Fehler ein. Das Unternehmen drohte mit rechtlichen Schritten. In einer Erklärung betonte er, dass dies nicht Teil einer militärisch-zivilen Fusionsstrategie sei. Auch Baidu wies die Anschuldigungen zurück und versprach, alle Mittel für eine Delistung einzusetzen.
BYD hatte zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts noch keine detaillierte Stellungnahme abgegeben. Analysten beobachten mögliche Auswirkungen auf die Aktien börsennotierter Unternehmen.
Vorheriger Kontext und Handelsspannungen
Eine vorläufige Fassung der Liste wurde im Februar 2026 kurzzeitig verbreitet. Das Dokument wurde kurz darauf ohne offizielle Begründung zurückgezogen. Die aktuelle Aktualisierung nimmt mehrere der vorherigen Bezeichnungen wieder auf und erweitert den Anwendungsbereich auf strategische Sektoren wie Halbleiter und Elektrofahrzeuge.
Die Maßnahme erfolgt zu einer Zeit der Handelsverhandlungen zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt. Trump lud Xi Jinping im September zu einem Besuch in Washington ein. Beobachter gehen davon aus, dass die Liste die Entspannungsbemühungen erschweren könnte.
Das Pentagon aktualisiert die Beziehung regelmäßig auf der Grundlage des National Defense Authorization Act 2021. Die Bezeichnung verhängt keine direkten Sanktionen gegen den privaten Sektor, signalisiert jedoch ein Risiko für amerikanische Regierungsaufträge.
Mögliche Auswirkungen auf globale Lieferketten
US-Unternehmen, die Beziehungen zu börsennotierten Unternehmen unterhalten, könnten unter Druck geraten, Partnerschaften zu überprüfen. Der Ausschuss des Repräsentantenhauses empfahl Vorsicht, um Risiken für die nationale Sicherheit zu vermeiden.
Die Branchen Technologie, Automobil und Halbleiter rücken in den Fokus. In mehreren dieser Bereiche dominiert China die Produktion. Jede Eskalation könnte sich auf die weltweiten Preise für Elektrokomponenten und -fahrzeuge auswirken.
Experten für internationale Beziehungen verfolgen die Entwicklungen. Bisher gibt es keine Hinweise auf unmittelbare Handelsvergeltungsmaßnahmen Pekings, die über den diplomatischen Protest hinausgehen.
Geschichte ähnlicher Listen
Das Pentagon unterhält seit 2021 eine ähnliche Beziehung. Zu den früheren Updates gehörten Huawei, DJI und andere Firmen. Die Strategie zielt darauf ab, den Transfer sensibler Technologie an die Volksbefreiungsarmee einzuschränken.
Chinesische Unternehmen bestreiten die Bezeichnungen routinemäßig. Sie argumentieren, dass den Anschuldigungen konkrete Beweise fehlen und legitime Geschäftsabläufe untergraben werden. In Einzelfällen kam es zu Gerichtsverfahren gegen frühere Einbeziehungen.
Die aktuelle Version verstärkt den Fokus auf namhafte Unternehmen. Die Einbeziehung von Alibaba, BYD und Baidu erhöht die Sichtbarkeit des Dokuments.

