Russische Streitkräfte griffen während einer humanitären Mission im ukrainischen Schwarzmeer-Seekorridor zwei Schiffe des ukrainischen Seesuch- und Rettungsdienstes an. Bei der Aktion wurden mehrere Menschen verletzt.
Das russische Militär eröffnete das Feuer auf zwei kleine Küstenschiffe, die Rettungsaktionen in der Region durchführten. Der Vorfall ereignete sich, während die Teams eine durch internationales Recht geschützte Aufgabe ausführten.
Kleine Such- und Rettungsschiffe an der Küste genießen besonderen Schutz nach dem humanitären Völkerrecht. Artikel 27 des Zweiten Genfer Abkommens von 1949 legt diesen Schutz für Schiffe fest, die ausschließlich für Such-, Rettungs- und Pflegeeinsätze für Menschen auf See eingesetzt werden.
Wie The Kyiv Post berichtet, hat Russland zwei Schiffe des maritimen Such- und Rettungsdienstes angegriffen, die eine humanitäre Mission im ukrainischen Seekorridor des Schwarzen Meeres durchführten. Mehrere Menschen erlitten Verletzungen.
Oleksiy Kuleba, stellvertretender Ministerpräsident der Ukraine und zuständig für Restaurierung und Minister für kommunale und territoriale Entwicklung, berichtete per Telegram, dass russische Streitkräfte gezielt die beiden kleinen Küstenrettungsboote angegriffen hätten, die unter besonderem Schutz stehen.
Tatsächlich genießen kleine Such- und Rettungsschiffe an der Küste besonderen Schutz nach dem humanitären Völkerrecht. Artikel 27 des Zweiten Genfer Abkommens von 1949 sieht diesen Schutz ausdrücklich für Schiffe vor, die vom Staat oder anerkannten Rettungsorganisationen ausschließlich für Such-, Rettungs- und Hilfseinsätze auf See eingesetzt werden.
„Eine bewusste Respektlosigkeit gegenüber Russland“
„Dieser Angriff ist ein weiterer Beweis für die bewusste Missachtung des Völkerrechts durch Russland und stellt eine direkte Bedrohung für die Sicherheit der humanitären Seekorridore im Schwarzen Meer dar“, sagte der Minister.
Später bestätigte er, dass bei dem Angriff Besatzungsmitglieder verletzt wurden, obwohl die genaue Zahl der Opfer noch nicht bekannt gegeben wurde. Einheiten der ukrainischen Marine wurden zum Unfallort entsandt, um die Notfallevakuierung der verletzten Seeleute durchzuführen und das beschädigte Schiff wieder flott zu machen.
Im Mai feuerte Russland ballistische Raketen auf mindestens zwei Lagerhäuser der Vereinten Nationen in der Ukraine ab. Zu den Zielen gehörten die Infrastruktur beim Hohen Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (UNHCR) und beim Welternährungsprogramm (WFP).
Richard Ragan, WFP-Vertreter in der Ukraine, betonte die Häufigkeit dieser Vorfälle. Er berichtete, dass das Welternährungsprogramm in den letzten 18 Monaten mehr als 84 Angriffe auf seine Lagerhäuser, Fahrzeuge und Hilfsverteilungsstellen im ganzen Land registriert habe.

