Ein seit Februar vermisster Amerikaner wurde im Süden Mexikos tot aufgefunden, wobei die Behörden den Fall als möglichen Femizid betrachten. Makala Pendley, 30, wurde am Montag mit Kopfverletzungen in der Nähe der Stadt Zinacantán im Bundesstaat Chiapas aufgefunden. Laut Staatsanwalt Jorge Luis Llaven Abarca war die Todesursache eine traumatische Hirnverletzung.
Die Familie bestätigte am Dienstag die Identität des Opfers und gab an, dass sie schwanger sei. Der Staatsanwalt von Chiapas, Jorge Luis Llaven Abarca, erläuterte, dass die Leiche stumpfe Verletzungen am Kopf aufwies und dass der Tod auf eine traumatische Hirnverletzung zurückzuführen sei. In einer live übertragenen Pressekonferenz gab er an, dass die Ermittler schätzen, dass Pendley bereits acht bis zwölf Stunden vor der Entdeckung tot gewesen sei.
Die Familie berichtete FOX59, dass Pendley nackt in einem Graben gefunden wurde. Die mexikanischen Behörden suchen nach einem oder mehreren Verdächtigen und verfolgen laut Abarca eine Null-Toleranz-Politik gegenüber feminizider Gewalt. Die sieben Kinder des Opfers befanden sich ebenfalls in Mexiko und befinden sich in sicherer Obhut der örtlichen Behörden.
Pendley wurde im Februar von einem Sachbearbeiter des Indiana Department of Children’s Services als vermisst gemeldet. Anschließend teilte die Polizei von Indianapolis dem Indianapolis Star mit, dass die Frau und die Kinder im Vormonat in Mexiko gesehen worden seien, womit die Vermisstenmeldung zu diesem Zeitpunkt offiziell abgeschlossen wurde.
Ein Familienmitglied berichtete dem Indianapolis Star, dass Joseph Jude Butler Jr., der Vater der Kinder, von der mexikanischen Polizei festgenommen wurde. Pendleys Schwester Maurica Lambert erzählte der Zeitung, dass das Paar seit ihrer Teenagerzeit eine giftige, immer wiederkehrende Beziehung geführt habe. Von der Veröffentlichung überprüfte Gerichtsakten zeigen, dass die beiden die Anerkennung der Vaterschaft und das Sorgerecht für die Kinder bestritten.
Lambert zeigte sich im Gespräch mit FOX59 überrascht über die Verhaftung. Sie erklärte: „Ich dachte, es wäre jemand anderes. Ich denke immer noch, dass es jemand anderes ist. Es wäre mir nie in den Sinn gekommen, dass er es sein könnte. Ich hatte nie dieses Gefühl von ihm.“

