Der Präsident des brasilianischen Fußballverbandes (CBF), Samir Xaud, begleitet die brasilianische Mannschaftsdelegation, deren fester Bestandteil er war, nicht mehr in die USA. Die Entlassung erfolgt inmitten einer Krise, die am vergangenen Montag (15) ausbrach, nachdem Berichte über angeblich unregelmäßige Ausgaben von Personen ohne Verbindungen zum Unternehmen gemeldet worden waren. Der Manager verließ New Jersey und reiste nach Orlando, um die persönlichen und beruflichen Auswirkungen der Weltmeisterschaft einzudämmen.
Zunächst versuchten Xaud-nahe Personen die Änderung mit der Begründung zu rechtfertigen, dass die Reise nach Orlando, die am vergangenen Sonntag stattfand, bereits geplant sei. Dieser Version zufolge würde eine Gruppe von Verbandspräsidenten in der Stadt sein, um den Austausch mit lokalen Sportorganisationen zu vertiefen und dabei auch die erste Phase des Weltturniers zu nutzen.
Mehrere Quellen bestätigten jedoch, dass die schnelle Versetzung, motiviert durch das drohende Durchsickern angeblich ungerechtfertigter Ausgaben, darauf abzielte, persönliche Beziehungen zu schützen und negative Auswirkungen auf die Vorbereitung von Carlo Ancelottis Team in New Jersey zu vermeiden.
Einzelheiten zu den Vorwürfen gegen den Präsidenten der CBF
Am Montag von einem Nachrichtenportal veröffentlichte Beschwerden ergaben, dass der Präsident der CBF unter dem Namen des Unternehmens eine Reservierung in einem Luxushotel in New York für einen Freund vorgenommen hatte, der keine formelle Verbindung zur Konföderation hatte. Berichten zufolge handelte es sich hierbei nicht um einen Einzelfall; Ein anderer Freund des Regisseurs war bereits zu einem Wettbewerb nach Katar mitgenommen worden, dessen Kosten von der CBF übernommen wurden.
Dasselbe Medienunternehmen präsentierte Bilder des Präsidenten und seiner Begleiterin bei einem intimen Abendessen im New Yorker Stadtteil Manhattan.
Die Situation hatte auch große Auswirkungen auf Xauds familiäres Umfeld, da das fragliche Abendessen und die Unterkunft stattfanden, als seine Frau allein in Mexiko-Stadt war, nachdem sie zusammen mit ihrem Mann die Eröffnung der Weltmeisterschaft besucht hatte.
Sobald Informationen über die mutmaßliche Belastung der CBF im Zusammenhang mit der Reisereservierung bekannt wurden, ging Xaud umgehend zum Hotel und arrangierte die Zahlung mit seiner eigenen Karte, um zu verhindern, dass die Kosten ein unangemessenes Verhalten in seiner Rolle als Präsident darstellten.
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Im Vergleich zur vorherigen Reise, bei der der Präsident eine Frau als Begleiterin zum Intercontinental Cup mitnahm, erfolgte die Rückerstattung an die CBF-Kassen erst nach einer Zeit der Abnutzung und des inneren Drucks.
Die CBF wiederum berichtete, dass einige Manager tatsächlich die Logistikdienstleistungen des Instituts nutzen, um persönliche Reservierungen vorzunehmen, allerdings dafür sorgen, dass die Kosten sofort erstattet werden. Der Verband bekräftigte, dass er die Reisekosten von Samirs Freund, der in New York geblieben sei, nicht übernommen habe, obwohl die Reservierung im Namen des Unternehmens vorgenommen worden sei.
In Orlando versucht der Anführer, die Unterstützung der Verbandspräsidenten zu gewinnen, um zu verhindern, dass der Vorfall einen neuen Wechsel in der Führung der CBF auslöst. Am selben Ort versucht er, den familiären Stress zu bewältigen, der durch die Preisgabe von Informationen über Reisen entsteht, die seinen Verwandten nicht mitgeteilt wurden.
Interimsführung bei CBF und Bemühen, das Team zu schützen
Da Samir Xaud abwesend ist, übernimmt Vizepräsident Gustavo Dias Henrique neben der Delegation der brasilianischen Nationalmannschaft die Position der höchsten institutionellen Autorität der CBF. Als Mitglied der einflussreichen Gruppe in Brasília, die kürzlich die Richtung der Konföderation vorgegeben hat, leitet er nun die Strategie, damit die Krise die Leistung der Mannschaft bei der Weltmeisterschaft nicht beeinträchtigt.
Der CBF-Vorstand hat Xaud bereits angewiesen, seinen Alltag mit der Delegation nicht fortzusetzen. Als Richtlinie gilt, dass der Präsident nur an vorher geplanten Spielen und offiziellen Terminen teilnimmt und sich stets von der direkten Interaktion mit den Athleten fernhält.
In den vergangenen Wochen war Xaud in Granja Comary anwesend, kam mit dem Hubschrauber an, um das Training zu beobachten, reiste mit demselben Flug wie die Spieler in die Vereinigten Staaten, interagierte mehrmals mit Neymar am Spielfeldrand und in den Innenräumen des Konzentrationslagers und verfolgte außerdem alle Aktivitäten und das Training in New Jersey während der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft. Diese Nähe wird in den folgenden Wochen nicht aufrechterhalten.
Die Verantwortung für die tägliche Leitung der Auswahl, sowohl im Konzentrationslager in Basking Ridge als auch im Training in Morristown, liegt bei Gustavo Dias Henrique, der mit dem Nationalmannschaftskoordinator Rodrigo Caetano zusammenarbeiten wird.
Gustavo Dias Henrique gilt als äußerst vertrauenswürdiger Name für Francisco Schertel Mendes, Sohn des Ministers des Bundesgerichtshofs (STF) Gilmar Mendes. Mendes Filho ist Partner am Brasilianischen Institut für Bildung und Forschung (IDP), einer Institution, die den Betrieb der CBF-Akademie verwaltet und sich als Machtpol in der Konföderation etabliert hat.

