Angesichts der Erwartung eines möglichen Aufeinandertreffens zwischen Argentinien und Brasilien bei der Weltmeisterschaft entschied sich der Trainer der argentinischen Nationalmannschaft, Lionel Scaloni, jegliche Kontroversen zu vermeiden. Er reagierte auf die jüngsten Kommentare von Carlo Ancelotti, Brasiliens Trainer, vermied es, die historische Rivalität anzuheizen und konzentrierte sich auf eine positive Interpretation der Aussagen seines Kollegen.
Während einer Pressekonferenz an diesem Sonntag (21) in Dallas, einen Tag vor dem Spiel seiner Mannschaft gegen Österreich, wurde Scaloni zu den Aussagen des italienischen Trainers Carlo Ancelotti, der die brasilianische Mannschaft leitet, drei Tage zuvor befragt.
Vor einem Spiel gegen Haiti hatte Ancelotti das WM-Szenario am Beispiel Argentiniens beurteilt. „Es gibt Mannschaften, die keine Favoriten sind, aber hervorragenden Fußball spielen. Ich glaube, dass diese Weltmeisterschaft von hoher Intensität sein wird. Argentinien spielt zwar nicht mit der gleichen Intensität, spielt aber sehr gut und zeichnet sich durch Hingabe, unermüdlichen Kampf und aggressive Verteidigung aus. Ich denke, dass die großen Stars bei der Weltmeisterschaft nicht der entscheidende Faktor sein werden“, sagte der italienische Trainer.
Selbst angesichts der Möglichkeit, Spannungen zu erzeugen, zog Scaloni es vor, jeden Konflikt zu vermeiden und sicherzustellen, dass er die Absicht hinter Ancelottis Worten vollkommen verstanden hatte.
„Er hat es positiv ausgedrückt. In seiner Rede war kein Fehler, im Gegenteil, er hat unser Team gelobt. Ancelotti hat Italienisch, Spanisch und Portugiesisch gemischt. Für mich war es ein Kompliment, keine Kritik“, erklärte der argentinische Trainer.
Scaloni ergänzte seine Analyse und betonte die Notwendigkeit, das Konzept der Intensität zu verstehen. „Es ist wichtig zu verstehen, was Intensität bedeutet. Das Wetter ist heiß und die Spieler fühlen sich müde. Derzeit ist das Mittelfeld der Bereich, in dem die meisten Konfrontationen entschieden werden“, erklärte der Trainer.
Derzeit belegen Argentinien und Österreich mit jeweils drei Punkten die Spitzenplätze in der Gruppe J. Ein Sieg Argentiniens an diesem Montag sichert der Mannschaft von Lionel Messi die Qualifikation für die zweite Phase des Turniers. Sollte es Jordanien nicht gelingen, Algerien zu schlagen, sichert sich Argentinien eine Runde vorher die Führung in der Gruppe. Das Spiel findet um 14 Uhr (Brasília-Zeit) in Dallas statt.

