Eine außergewöhnlich starke Hitzewelle hat Frankreich heimgesucht, wobei die Stadt Bordeaux im Südwesten des Landes am 22. Juni 2026 eine Temperatur von 41,9 Grad Celsius erreichte. Die Situation führte laut lokalen Presseberichten zur Ausrufung einer „Alarmstufe Rot“, der Höchstwarnstufe für 54 nationale Departements. Von dieser Maßnahme sind etwa 39 Millionen Einwohner betroffen, was mehr als der Hälfte der französischen Bevölkerung entspricht.
Ausgegebene Warnungen weisen auf Risiken für die öffentliche Gesundheit hin
Die Einstufung als Alarmstufe Rot weist auf eine „extreme Hitzewelle“ hin, die schwerwiegende gesundheitliche Probleme bei den Bewohnern hervorrufen und dürrebedingte Bedenken verstärken kann. In Frankreich ist die Verbreitung von Klimaanlagen geringer als in anderen Ländern, beispielsweise in Japan, was die Gefährdung der Bevölkerung erhöht. Meteorologische Experten warnen, dass die möglichen Auswirkungen denen der historischen Hitzewelle von 2003 ähneln könnten, bei der landesweit rund 15.000 Menschen starben.
Es wird angenommen, dass das Phänomen durch die Verlagerung heißer Luftmassen aus der Sahara nach Norden verursacht wird. Dieser Klimazustand breitet sich aus und betrifft auch Regionen wie Spanien, Portugal und andere europäische Länder.
Am 22. Juli stellten rund 1.350 Grund- und weiterführende Bildungseinrichtungen in ganz Frankreich ihre Aktivitäten aufgrund der hohen Temperaturen ein. Darüber hinaus haben rund 4.000 Schulen die Abfahrtszeiten der Schüler angepasst. Tragischerweise wurden am 21. Juli drei ältere Menschen tot in ihren Häusern im Südwesten des Landes aufgefunden. Am folgenden Tag wurden zwei Kinder im Alter von 2 und 4 Jahren leblos in einem Auto im Südosten aufgefunden, mit dem Verdacht, dass sie durch einen Hitzschlag gestorben seien.

