Der brasilianische Fußballverband (CBF) hat offiziell mit dem Verhandlungsprozess begonnen, um die künftigen Übertragungen der Copa do Brasil für den Zeitraum von 2027 bis 2030 festzulegen. Der Verband lud wichtige Kommunikationsunternehmen und digitale Plattformen ein, die nun um die Rechte zur Übertragung eines der größten nationalen Turniere wetteifern.
Unter den von der CBF gesuchten Interessenten ragen große Namen wie Globo, SBT, Record, Amazon, TNT Sports, Paramount und Disney heraus. Auch die Plattform YouTube stand auf der Liste der in diesem Prozess konsultierten Unternehmen.
CazéTV gehörte jedoch nicht zu den Eingeladenen, die sich an den Vorschlägen beteiligen sollten. Informationen hinter den Kulissen zeigen, dass der brasilianische Fußballverband Differenzen in der Beziehung zu Livemode angedeutet hat, dem Partnerunternehmen des von Casimiro Miguel geleiteten Sportprojekts.
Das Sportunternehmen strebt einen Viersaisonvertrag an und rechnet mit beispiellosen Einnahmen. Die ehrgeizigste Erwartung besteht darin, die Zahl von 1 Milliarde R$ pro Jahr an Übertragungsrechten zu überschreiten, ein Wert, der den wachsenden Wert von Live-Fußball in der globalen Medienszene und die möglichen Auswirkungen auf die Entwicklung brasilianischer Vereine unterstreicht.
Derzeit generiert die Copa do Brasil aus Vereinbarungen mit Globo und Amazon etwa 700 Millionen R$ pro Jahr für die CBF. Dieses neue angestrebte Umsatzniveau stellt eine erhebliche Steigerung im Vergleich zum derzeit geltenden Vertrag dar.
Interne Quellen in der Branche weisen darauf hin, dass die Gespräche zwischen August und September intensiviert werden dürften, dem Zeitraum, in dem der brasilianische Fußballverband die Kommerzialisierung der Rechte abschließen will.
Die CBF-Strategie sieht eine Aufteilung der Übertragungen auf verschiedene Gruppen vor
Zur Strategie der CBF gehört eine segmentierte Verteilung der Übertragungsrechte des Wettbewerbs. Die Idee besteht darin, dass die Gewinnergruppen im Voraus wissen, wie viele Spiele sie zeigen können, und abwechselnd die herausragendsten Spiele in jeder Phase oder Runde der Meisterschaft auswählen.
Dieses Format spiegelt einen bei anderen Turnieren in Brasilien und im Ausland beobachteten Trend wider und ermöglicht die gleichzeitige Präsenz offener TV-Kanäle, Abonnementkanäle und Streaming-Dienste.
Vorgeschlagene Änderungen am Turnierformat zielen darauf ab, seinen Marktwert zu steigern
Das Interesse an einer Umsatzsteigerung ist auch mit einem Umstrukturierungsplan für die Copa do Brasil verbunden. Zu den vom Unternehmen in Betracht gezogenen Änderungen gehört die Ausweitung der Teilnehmerzahl auf mehr als 120 Vereine.
Ein weiterer Vorschlag sieht vor, die vier Anfangsphasen des Wettbewerbs in einem einzigen Spiel auszutragen, wodurch der Ausscheidungscharakter der Duelle aus den ersten Runden der Meisterschaft verstärkt wird.
Darüber hinaus würden Teams aus der Serie A der brasilianischen Meisterschaft erst ab der fünften Phase am Turnier teilnehmen. Auch das große Finale der Copa do Brasil könnte geändert werden, sodass nicht mehr zwei Spiele in einer einzigen Konfrontation entschieden werden müssen.

