Ist Elon Musk ein Billionär? Experte erklärt: Musks Vermögen ist eine Marktwette auf Innovationen und nicht auf Bargeld

Elon Musk

Elon Musk - Foto: Kathy Hutchins/Shutterstock.com

Kürzlich erreichte Elon Musk ein beispielloses Niveau und wurde als erster Billionär der Welt anerkannt. Dieses Kunststück gelang nach dem Börsengang von SpaceX, der einen Rekordbetrag von 75 Milliarden US-Dollar einbrachte und die Unternehmensbewertung auf rund 1,77 Billionen US-Dollar erhöhte. Allerdings wird die wahre Natur dieses kolossalen Erbes in Frage gestellt.

Für Douglas McCormick, geschäftsführender Gesellschafter und Chief Investment Officer bei Oridian Capital Partners, ist das Ausmaß von Musks Vermögen komplizierter, als es den Anschein hat. In einem im Fortune-Magazin veröffentlichten Artikel argumentiert der Investor, dass das Vermögen des Unternehmers nicht mit den auf dem Konto verfügbaren Geldmitteln gleichgesetzt werden könne, sondern vielmehr mit einer massiven Marktprognose dessen, was kommen werde.

Laut McCormicks Analyse steckt der Großteil von Musks Kapital in Beteiligungen an den von ihm kommandierten Unternehmen. Das bedeutet, dass ihr Reichtum grundsätzlich „auf dem Papier“ liegt und direkt mit dem Vertrauen der Anleger in ehrgeizige Projekte wie die Kolonisierung des Mars, die Entwicklung vollständig autonomer Fahrzeuge und die Schaffung humanoider Roboter zusammenhängt.

Elon Musk und X – Foto: Algi Febri Sugita / Shutterstock.com

„Musks Vermögen stellt keine Schatzkammer dar. Es ist vielmehr ein Maß für die Innovation, die bereits geliefert wurde und die noch realisiert werden muss“, führt McCormick in seinem Text aus.

Der Manager betont, dass die milliardenschweren Bewertungen von Unternehmen wie SpaceX und Tesla überwiegend Zukunftserwartungen widerspiegeln und keine historischen Ergebnisse. Sollten diese Projekte nicht entsprechend den Markterwartungen voranschreiten, könnte ein erheblicher Teil dieses Eigenkapitals schnell verpuffen. Dieses Szenario wäre nicht beispiellos: Tesla beispielsweise erlebte im Jahr 2025 einen Rückgang des Marktwerts um mehr als 800 Milliarden US-Dollar, bevor er sich wieder erholte.

McCormick geht auch auf die Kritik an der großen Kapitalkonzentration ein. Er behauptet, dass Musk sein Vermögen nur bewahren kann, indem er weiterhin Produkte und Technologien entwickelt, die effektiv wirtschaftlichen Wert generieren. „Er wird nicht reich, indem er der Gesellschaft Ressourcen entzieht, sondern indem er für sie produziert“, betont der Investor.

Dennoch erkennt der Experte an, dass die umfangreiche Macht, die Musk in Bereichen wie Weltraumforschung, künstliche Intelligenz, Satellitensysteme, Elektrofahrzeuge und Kommunikation angesammelt hat, einer behördlichen Aufsicht bedarf. Er argumentiert jedoch, dass die Lösung durch Wettbewerbsfähigkeit und Gesetzgebung entstehen muss und nicht durch eine bloße Herausforderung des Wohlstandsvolumens.

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