Die ägyptische Nationalmannschaft stand am vergangenen Sonntag (21) vor einem unerwarteten Hindernis, kurz nachdem sie sich während ihrer Teilnahme an der Gruppenphase der Weltmeisterschaft im kanadischen Vancouver einen 3:1-Sieg gegen Neuseeland gesichert hatte.
Der ägyptische Fußballverband bestätigte, dass der Mannschaft die Weiterreise nach Seattle in den Vereinigten Staaten untersagt wurde, wo sie bis zum für Samstag (27.) angesetzten Spiel gegen Iran in der Endrunde der Gruppe G des Weltturniers bleiben sollte.
Aufgrund der Weigerung der US-Behörden war das technische Team gezwungen, den Zeitplan schnell zu ändern. Die neue Route führte die Delegation nach Spokane im Bundesstaat Washington, etwa 450 Kilometer von Seattle entfernt, das zum neuen Stützpunkt der Athleten wurde.
Trainer Hossam Hassan stellte klar, dass die ursprüngliche Planung darauf abzielte, den Spielern nach dem Sieg über Neuseeland körperliche Ermüdung zu ersparen. „Unsere Absicht war es, direkt nach Seattle zu reisen und so eine weitere Reise vor dem entscheidenden Spiel gegen den Iran zu vermeiden“, erklärte der Trainer.
Dieser Vorfall ergänzt eine Reihe von Migrationsherausforderungen, mit denen mehrere Delegationen während der aktuellen Ausgabe der Weltmeisterschaft in den Vereinigten Staaten konfrontiert waren. Solche Einschränkungen, die bei großen internationalen Veranstaltungen oft unerwartet sind, haben zu Diskussionen über die logistische Komplexität und die protokollarische Behandlung von Athleten und technischen Komitees in Gastgeberländern mit strengeren Grenzrichtlinien geführt. Auch das iranische Team war bei der Ein- und Ausreise zu den Gruppenphasenspielen auf ähnliche Hindernisse gestoßen.
Eine weitere viel beachtete Episode betraf den somalischen Schiedsrichter Omar Abdulkadir Artan, der von den Einwanderungsbehörden daran gehindert wurde, in die Vereinigten Staaten einzureisen, um seinen Spielplan zu erfüllen, und der schließlich abgeschoben wurde.
Ägypten liegt derzeit an der Spitze der Gruppe G und sammelte vor der Endrunde vier Punkte. Kurz darauf kämpfen Iran und Belgien mit zwei Unentschieden in ihren beiden Spielen um die Plätze, während Neuseeland mit nur einem Punkt auf dem letzten Platz bleibt.

