Studie zeigt die tatsächliche Anzahl täglicher Fürze bei gesunden Erwachsenen

Pum, flatulência

Pum, flatulência - Emily frost/shutterstock.com

Das Auftreten von Blähungen oder Blähungen bei gesunden Erwachsenen war Gegenstand einer neuen, eingehenden Studie, die von Forschern der University of Maryland in den Vereinigten Staaten durchgeführt wurde. Das Team beschloss, dieser Frage nicht nur aus Neugier nachzugehen, sondern auch wegen ihrer wissenschaftlichen Relevanz für das Verständnis der Darmgesundheit.

Das Volumen und die Konstanz der Gasausscheidung liefern wichtige Informationen darüber, wie Bakterien im Darm die nach der Verdauung verbleibenden Kohlenhydrate verarbeiten. Mit den neuen Daten von 32 täglichen Emissionen verfügen Ärzte nun über einen genaueren Referenzwert zur Interpretation der mikrobiellen Aktivität, was möglicherweise bei zukünftigen Diagnosen hilfreich sein könnte.

Bis dahin war es eine Herausforderung, verlässliche Daten zu dieser Körperfunktion zu erhalten, da die Gesundheitsfachkräfte auf das Gedächtnis und die Berichte der Patienten angewiesen waren, was zu ungenauen Zählungen führen konnte.

Die wichtigste Innovation der Forschung ist die Entwicklung eines Wasserstoff-„Sensors“, der diskret in die Unterwäsche integriert wird und ähnlich wie ein kontinuierlicher Glukosemonitor funktioniert, jedoch mit dem Schwerpunkt auf der Erkennung von Gasen. Das Gerät zeigte eine beeindruckende Genauigkeit von 94,7 % bei der Identifizierung der vom Darmmikrobiom erzeugten Emissionen.

Vorläufige Ergebnisse deuten darauf hin, dass gesunde Erwachsene durchschnittlich 32 Gase pro Tag freisetzen, eine Zahl, die mehr als das Doppelte des Durchschnitts von 14 ist, der zuvor in der medizinischen Literatur erfasst wurde.

Die Untersuchung ergab jedoch erhebliche individuelle Unterschiede: Einige Teilnehmer verzeichneten nur vier tägliche Emissionen, während andere 59 erreichten.

Wortspiele – ljubaphoto/Istock.com

Basierend auf diesen Erkenntnissen klassifizierten Wissenschaftler Einzelpersonen in drei verschiedene Kategorien:

  • „Zen-Digester“, die große Mengen an Ballaststoffen (zwischen 25 und 38 Gramm pro Tag) verbrauchen und nur sehr wenig Gas produzieren, tragen zum Verständnis der Anpassung des Mikrobioms an eine ballaststoffreiche Ernährung bei.
  • Die „Wasserstoff-Hyperproduzenten“, deren Fälle möglicherweise die Mechanismen hinter übermäßiger Blähung aufdecken.
  • „Normale Menschen“, die auf einer mittleren Ebene zwischen den beiden vorherigen Gruppen angesiedelt sind.

An der ersten Phase der Studie nahmen 19 bis 38 Erwachsene in den Vereinigten Staaten teil, die den Wasserstoffsensor eine Woche lang trugen.

Das Forschungsteam plant nun, das Projekt auszuweiten und so viele Freiwillige wie möglich zu rekrutieren, um den ersten „Menschenfurz-Atlas“ zu erstellen, der vorerst auf amerikanisches Territorium beschränkt ist.

Das Hauptziel besteht darin, einen Referenzwert für Blähungen festzulegen, der ähnlich wie der Cholesterin- oder Blutzuckerspiegel zur Gesundheitsbeurteilung herangezogen werden kann.

Das öffentliche Interesse an der Forschung war so groß, dass die Registrierung neuer Freiwilliger vorübergehend ausgesetzt wurde, obwohl es immer noch möglich ist, sich in eine Warteliste einzutragen.

Es wird noch zu prüfen sein, ob eine größere und vielfältigere Stichprobe der Teilnehmer die ersten Ergebnisse bestätigen wird und wann eine Initiative dieser Größenordnung in anderen Regionen, beispielsweise Brasilien, umgesetzt werden kann.

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