In der Stadt Freiburg wurden neue Nachweise von Japankäfern in Fallen bestätigt, die bei den örtlichen Landwirten Anlass zur Sorge geben. Der vom Agrartechnologiezentrum Augustenberg (LTZ) veröffentlichte Befund deutet auf ein erneutes Auftreten des Schädlings in der Region hin, allerdings ohne unmittelbare Veränderung im Kontrollgebiet.
Vier Exemplare des invasiven Insekts wurden in Pheromonfallen in der deutschen Stadt identifiziert, was die erste Sichtung des Jahres darstellt. Den Angaben des LTZ in Karlsruhe zufolge liegen die Standorte der Käfer innerhalb derselben bereits im Vorjahr abgegrenzten Zone, so dass eine Ausweitung des Befallsgebiets vorerst verhindert wird.
Strenge Maßnahmen zur Schädlingsbekämpfung in den betroffenen Gebieten werden umgesetzt
Im Vorjahr verzeichnete das Freiburger Pflanzenschutzteam den Fang von 31 Japankäfern. Angesichts dieses Vorfalls haben die Behörden der Landkreise Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen eine gemeinsame Verordnung mit Einschränkungen veröffentlicht.
Während der Insektenflugzeit von Juni bis September gelten eine Reihe von Verboten. Die Bewässerung von Rasenflächen im abgegrenzten Bereich ist verboten und eventuelle Pflanzenreste müssen vor der Entfernung aus dem Umfang gemahlen werden. Die Gesetzgebung verbietet auch den Transport von Mutterboden von Baustellen außerhalb der Sperrzone, um die Ausbreitung von Käferlarven zu verhindern.
Erinnerung an die Mobilisierung gegen die Pest in den vergangenen Jahren
Frühere Berichte haben die „Japanische Käferjagd“ in Baden-Württemberg hervorgehoben und die historische Sorge um die Art verdeutlicht.
Die Berichterstattung zu diesem Thema dauerte in der Regel etwa zwei Minuten und verdeutlichte damit das öffentliche Interesse.
Echte Gefahr für Nutzpflanzen: Schäden durch den Schädling Popillia japonica
Der aus Asien stammende Japankäfer (Popillia japonica) ist für seine Fähigkeit bekannt, eine Vielzahl von Pflanzenarten zu befallen, mehr als 400, wie vom LTZ detailliert beschrieben. Sein Vorkommen stellt eine erhebliche Gefahr für Obstplantagen, Weinreben, Maisfelder sowie Zierpflanzen wie Rosensträucher und Bäume wie Linden- und Haselbäume dar. Intensiver Befall kann in der Landwirtschaft und im Gartenbau zu großen wirtschaftlichen Verlusten führen.
Für Experten ist die frühzeitige Identifizierung des Japankäfers von entscheidender Bedeutung, da sie die Aussicht auf eine vollständige Ausrottung der Art erhöht. Besonders zu Beginn der Ferienzeit ist eine Intensivierung der Betreuung wichtig. Das Insekt kann von Menschen unbeabsichtigt in persönlichen Gegenständen wie Gepäck und Fahrzeugen mitgeführt werden. Daher wird Reisenden empfohlen, Koffer, Autos und Campingausrüstung bei der Rückkehr nach Hause gründlich zu überprüfen. Experten raten, vor allem nach Besuchen in Norditalien und der Südschweiz auf den Transport von Pflanzen, Erde oder Samen zu verzichten, um eine Ausbreitung des Käfers zu verhindern.

