Microsoft passt die Werte der Xbox-Konsole um bis zu 150 US-Dollar an und führt dabei die steigenden Speicher- und Datenspeicherkosten an

Controle video game, Xbox

Controle video game, Xbox - Wirestock/ Istockphoto.com

Microsoft hat eine erhebliche Preiserhöhung für Xbox-Konsolen angekündigt, die ab dem 1. August 150 US-Dollar erreichen könnte. Das Unternehmen begründete die Entscheidung mit einem Anstieg der Arbeitsspeicher- und Speicherkosten um mehr als das 2,5-fache, wobei eine weitere Verdoppelung bis Ende 2027 erwartet wird. Diese Anpassung markiert eine Änderung in der Preisstrategie des Technologieriesen für seine Gaming-Produkte.

Die 512-GB-Modelle der Xbox Series S werden um 100 US-Dollar teurer sein, während die 1-TB-Versionen, einschließlich der Xbox Series X, 150 US-Dollar teurer sein werden. Das Basismodell der Xbox Series X wird beispielsweise rund 750 US-Dollar kosten. Das Unternehmen kündigte außerdem die Einstellung der 2-TB-Xbox-Serie an. Es sei daran erinnert, dass die Marke bereits im Oktober letzten Jahres Anpassungen von 20 bis 70 US-Dollar vorgenommen hatte.

Teure Komponenten und die Nachfrage nach künstlicher Intelligenz steigen

Die Knappheit von Komponenten und der Anstieg der Speicherpreise sind entscheidende Faktoren im aktuellen Szenario. Microsoft betonte, dass Konsolen im Gegensatz zu anderen elektronischen Geräten wie Smartphones und Computern oft mit minimalen Gewinnspannen oder sogar unter den Herstellungskosten verkauft werden. Diese Dynamik macht den Sektor empfindlicher gegenüber Schwankungen der Teilepreise.

Große Hersteller von Speicherchips wie Micron und SK Hynix haben ihre begrenzte Produktion auf Speicher mit hoher Bandbreite verlagert, die für die Hardware für künstliche Intelligenz, die von Unternehmen wie Nvidia verwendet wird, unerlässlich sind. Diese Priorisierung, angetrieben durch die wachsende Nachfrage nach KI, führte zu hohen Kosten und einem geringeren Angebot für den Unterhaltungselektronikmarkt, was sich direkt auf die Konsolenhersteller auswirkte.

Der Markt reagiert und Microsoft bietet Optionen für Verbraucher an

Die Microsoft-Aktien fielen nach Bekanntgabe der neuen Preise um etwa 4 %. Um die Auswirkungen auf die Verbraucher abzumildern, kündigte das Unternehmen mehrere Kaufalternativen an.

  • „Jetzt kaufen, später bezahlen“-Pläne in Microsoft Stores.
  • Zinslose Finanzierung für bis zu 12 Monate für berechtigte Hardware, die bei Amazon gekauft wurde.
  • Austauschprogramm über Handelspartner, das gebrauchte Konsolen zu günstigeren Preisen verfügbar macht.
  • Zertifizierte generalüberholte Konsolen werden in Microsoft Stores mit Rabatten von bis zu 100 US-Dollar auf den empfohlenen Verkaufspreis verkauft.

Auch andere Giganten der Branche passen ihre Kataloge an

Die Preiserhöhungen im Xbox-Ökosystem wurden nur wenige Stunden nachdem auch Apple Anpassungen angekündigt hatte, bekannt gegeben. Der Technologieriese hat die Preise für fünf MacBook- und iPad-Modelle erhöht und damit zum ersten Mal die gestiegenen Speicher- und Speicherkosten an die Verbraucher weitergegeben. Als Hauptgrund nannte Apple den Ausbau der Infrastruktur für künstliche Intelligenz, was darauf hindeutet, dass Chiplieferanten ihre Produktion auf die Unterstützung von KI-Servern umgestellt haben. Auch die Apple-Aktien fielen am selben Tag um etwa 5 %.

Sony, ein direkter Konkurrent auf dem Konsolenmarkt, hatte bereits Anfang des Jahres die Preise seiner gesamten PlayStation-5-Reihe erhöht. Die PS5 Pro beispielsweise verzeichnete mit 150 US-Dollar den größten Zuwachs in den USA und erhöhte ihren Preis auf 899,99 US-Dollar. Das japanische Unternehmen begründete die Maßnahme mit dem anhaltenden globalen Wirtschaftsdruck und steigenden Speicherkosten und bestätigte damit einen Trend, der die Technologiebranche weithin betrifft.

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