Eine 35-jährige Bürgerin wurde in Hongkong wegen ihrer besonderen Faszination für Reptilien festgenommen. Die Frau hielt ein Krokodil auf ihrer Veranda und die Anwesenheit des exotischen Tieres alarmierte die Behörden. Daraufhin wurde sie in Gewahrsam genommen und ihr droht nun eine hohe Geldstrafe und möglicherweise eine Inhaftierung.
Regierungsbehörden bestätigten am vergangenen Mittwoch, dass sich das Reptil auf dem Balkon des Wohnhauses der Frau befand. Nach der Entdeckung kontaktierte die Polizei sofort die Tierschutzgesellschaft und bat um Hilfe. Vor Ort fand das Expertenteam das verletzte Krokodil, versteckt unter mehreren Gegenständen, und fing es mit Seil und Netz ein.
Entdeckung einer Vielzahl anderer Reptilien und Amphibien in der Residenz
Das Krokodil wurde vorläufig in die Obhut der Schutzeinrichtung gegeben. Am Donnerstagmorgen, einige Stunden später, führten Polizei und Mitarbeiter des Ministeriums für Landwirtschaft, Fischerei und Naturschutz eine detaillierte Durchsuchung des Grundstücks durch. Nach Angaben der Regierung lokalisierten die Beamten insgesamt 63 weitere Reptilien und Amphibien in der Wohnung. Fast die Hälfte dieser Exemplare wurde als vom Aussterben bedroht eingestuft, darunter mehrere Arten von Eidechsen, Schildkröten und Schlangen, wie die Boa Constrictor und der Netzpython.
The Society for the Prevention of Cruelty to Animals rescued an injured juvenile crocodile found in a Sham Shui Po residential building on Wednesday.
Full story: https://t.co/8erzJiGBeZ Photos: SPCA. pic.twitter.com/MraWslA4bz— Hong Kong Free Press HKFP (@hkfp) June 25, 2026
Behörden in der chinesischen Sonderverwaltungszone berichteten, dass die Frau sich verteidigte und behauptete, die Tiere zu besitzen und sie für Bildungszwecke zu nutzen. Das Fehlen einer entsprechenden Lizenz zur Haltung dieser Exemplare führte jedoch zu seiner Verhaftung wegen illegalen Besitzes gefährdeter Arten.
Rechtliche Konsequenzen und schwere Sanktionen für den Tierhalter
Dem Angeklagten drohen härteste Strafen, darunter eine Geldstrafe von bis zu zehn Millionen Hongkong-Dollar, umgerechnet etwa 1,12 Millionen Euro, und eine Gefängnisstrafe von bis zu zehn Jahren. Die Behörden beschlagnahmten das Krokodil – zunächst als Salzwasserkrokodil identifiziert – sowie fast dreißig weitere vom Aussterben bedrohte Tierarten.

