Update: Erdbeben in Venezuela fordern 235 Tote, Retter suchen unter Trümmern nach Opfern

VTV - Venezuela

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Die Rettungsbemühungen in Venezuela intensivieren sich mehr als einen Tag nach den stärksten Erdbeben, die im Land seit einem Jahrhundert registriert wurden. Die Zahl der Todesopfer wurde auf 235 Personen aktualisiert, wie Gesundheitsminister Carlos Alvarado am Donnerstagabend (25) in einem Interview mit dem venezolanischen Staatsfernsehen bekannt gab.

Der Minister erläuterte, dass es sich bei dieser Zahl um Menschen handelt, die tot angekommen sind oder kurz nach ihrer Einlieferung in die Krankenhäuser und medizinischen Versorgungszentren des Landes gestorben sind.

Die Suche nach Überlebenden konzentriert sich auf die ersten 48 bis 72 Stunden, einen entscheidenden Zeitraum, der als „goldenes Fenster“ für die lebende Rettung verschütteter Personen bekannt ist. Experten weisen darauf hin, dass nach dieser Anfangsphase die Überlebenschancen, insbesondere ohne Zugang zu Wasser, drastisch sinken.

Fristen und Strategien zur Rettung verschütteter Opfer

Die Katastrophenforschung zeigt, dass die Rettung lebender Menschen am erfolgreichsten innerhalb der ersten fünf bis sechs Tage erfolgt. Rettungskräfte orientieren sich häufig an der sogenannten „Vierregel“, die besagt, dass ein Mensch vier Minuten ohne Luft, vier Tage ohne Wasser und vier Wochen ohne Nahrung überleben kann.

Neuere Studien deuten jedoch darauf hin, dass diese „allgemeinen, unflexiblen Fristen“ möglicherweise nicht ganz zutreffend sind. In Ausnahmefällen kann die Überlebenschance länger bestehen.

Aktuelle Erfahrungen und Überlebensfaktoren

Ein bemerkenswertes Beispiel ereignete sich nach dem Erdbeben der Stärke 7,8, das die Türkei und Syrien im Jahr 2023 verwüstete, wobei Rettungen von Überlebenden bis zu 10 Tage nach dem Beben registriert wurden, was die ursprünglichen Vorhersagen übertraf.

Auf Notfälle und Katastrophen spezialisierte Fachleute betonen, dass mehrere Elemente die Überlebenschancen über die anfängliche kritische Phase hinaus erhöhen können. Dazu gehört die Verfügbarkeit von Sauerstoff, Wasser und Nahrung für die eingeschlossenen Opfer.

Der individuelle Gesundheitszustand ist entscheidend und unterscheidet zwischen oberflächlichen Verletzungen und schweren inneren Verletzungen. Personen mit chronischen Erkrankungen oder Personen, die auf bestimmte Medikamente angewiesen sind, insbesondere solche mit Auswirkungen wie Dehydrierung, sind einem höheren Risiko ausgesetzt, wie Experten betonen.

Die hohen Temperaturen und die niedrige Luftfeuchtigkeit im Sommer im Norden Venezuelas stellen einen erschwerenden Faktor dar und erhöhen möglicherweise die Gefahr der Dehydrierung und Hitzeerschöpfung für die unter den Trümmern eingeschlossenen Menschen.

Details zu den Erschütterungen und Todesfällen von Brasilianern

Die Erdbeben ereigneten sich in der Nacht zum Mittwoch (24.) an der Nordküste Venezuelas im Abstand von weniger als einer Minute. They caused collapse and structural damage to buildings in the capital Caracas and several other locations.

Das zweite Beben, das eine Stärke von 7,5 erreichte, galt nach Angaben des USGS, dem United States Geological Survey, als das heftigste, das venezolanisches Territorium seit dem Jahr 1900 erschütterte.

In einer am Donnerstag veröffentlichten Mitteilung drückte das Außenministerium sein Bedauern über den Tod zweier brasilianischer Staatsbürger in Venezuela aus, die Opfer der jüngsten Erdbeben waren.

In der offiziellen Erklärung heißt es: „Das MRE teilt mit großem Bedauern mit, dass ein brasilianischer Staatsbürger infolge der Erdbeben in Venezuela gestorben ist.“ Die Agentur versicherte außerdem, dass sie den Familien konsularische Unterstützung biete und aus Respekt vor der Privatsphäre keine persönlichen Daten des Verstorbenen preisgeben werde.

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