Auf dem europäischen Markt für Gamer ist eine neue Hardware-Option aufgetaucht, die das Steam-Machine-Konzept von Valve direkt in Frage stellt. Das französische Unternehmen LDLC präsentierte mit dem „LDLC PC STIM“, auch bekannt als Stim Machine, einen Gaming-Computer im kompakten Formfaktor. Dieses neue Gerät soll mit der SteamOS-Plattform konkurrieren und verspricht trotz einiger physischer und betrieblicher Einschränkungen eine überlegene Grafikleistung bei gleichen Kosten.
Französischer Einzelhändler stellt einen neuen Gaming-Computer vor
Um seine Vorteile hervorzuheben, hat LDLC eine detaillierte Vergleichstabelle veröffentlicht, in der sein System dem Gerät von Valve gegenübersteht. Das Geschäft nutzt grüne Markierungen, um die Eigenschaften seiner Hardware hervorzuheben und so technik- und spielbegeisterte Verbraucher anzulocken.
Der Preis des LDLC-Systems beginnt bei 999,99 €, was etwa 5.895 R$ entspricht, für die Kit-Version mit allen Montageteilen. Die vom Geschäft bereits zusammengestellte und konfigurierte Option kostet 1.039,99 €, etwa 6.130 R$. Dieser Wert für das zusammengebaute Modell ähnelt dem der 500 GB Steam Machine in Europa, die ohne Controller 1.039 € und im Komplettpaket mit Steam Controller 1.108 € kostet. Wer sein Equipment selbst zusammenstellen möchte, kann rund 4 % der Gesamtkosten einsparen.
Interne Komponenten und Systemerweiterbarkeit
Die interne Architektur der Stim-Maschine besteht aus Teilen, die leicht auf dem Markt zu finden sind. Der Kern des Systems ist ein AMD Ryzen 5 8400F-Prozessor, der mit sechs Kernen und zwölf Threads ausgestattet ist, ein Profil, das dem in der Steam Machine vorhandenen Zen 4-Chip entspricht. Der 16 GB DDR5-RAM ermöglicht zukünftige Erweiterungen und unterstützt bis zu 128 GB.
Zur Datenspeicherung ist das Gerät mit einer 500 GB großen NVMe-SSD ausgestattet. Ein Pluspunkt ist das B650-Motherboard, das über zwei freie SATA-Steckplätze verfügt, was im Gegensatz zur Steam Machine, die auf microSD-Karten beschränkt ist, zukünftige Platzerweiterungen ermöglicht. Diese gesamte Konfiguration ist in einem Mini-ITX SilverStone Sugo SG13B-Q-Gehäuse untergebracht, das bereits über WLAN-Konnektivität verfügt.
Der Hauptvorteil von Stim Machine ist seine Grafikverarbeitungskapazität. Im Gegensatz zur Steam Machine, die eine semi-angepasste AMD-GPU mit RDNA 3-Architektur und 28 Recheneinheiten enthält, ist die Stim Machine mit einer neueren dedizierten Grafikkarte ausgestattet: der 8 GB Radeon RX 9060 XT, basierend auf der RDNA 4-Architektur. Dieser direkte Wettbewerb stimuliert Innovationen und kommt den Verbrauchern zugute, die nun Zugang zu leistungsstärkerer und flexiblerer Hardware zu einem ähnlichen Preis haben, was das Segment der kompakten Gaming-PCs vorantreibt.
Obwohl beide Systeme über 8 GB Videospeicher verfügen, bietet die Radeon RX 9060 XT eine deutlich höhere Rohleistung. Diese zusätzliche Leistung äußert sich in deutlich höheren Bildraten pro Sekunde, wenn Spiele mit ihren nativen Auflösungen ausgeführt werden. Neben dem Generationswechsel bietet die aktualisierte Produktpalette von Radeon auch native Unterstützung für die FSR 4-Technologie, die künstliche Intelligenz zur Verbesserung der Leistungsoptimierung nutzt.
Der Unterschied zwischen der Radeon-Grafikkarte und ihrer Flexibilität
Haltbarkeit und Aufrüstbarkeit sind Schlüsselaspekte, und die PC-Grafikkarte von LDLC ist in Zukunft austauschbar und bietet bemerkenswerte Flexibilität. Diese Funktion ist auf der proprietären Hardware von Valve nicht zu finden. Auf dem offiziellen Gerät von Valve erweist sich sogar die Aufrüstung des RAM als komplizierte Aufgabe, die die Demontage interner Teile erfordert.
Trotz der Leistungsvorteile weist LDLC-Hardware jedoch Nachteile hinsichtlich ihrer Größe und Praktikabilität für den Einsatz in häuslichen Umgebungen auf. Das Gehäuse des SilverStone SG13B hat ein Volumen von 11,5 Litern, während die Steam Machine hingegen nur 3,8 Liter einnimmt. Das bedeutet, dass das Angebot des französischen Einzelhändlers etwa dreimal so groß ist, was seine Attraktivität als diskretes Gerät zur Platzierung auf einem TV-Rack verringert.
Größennachteile und Softwareherausforderungen
Darüber hinaus bestehen Bedenken hinsichtlich des Wärmemanagements, des Kühlsystems und der Geräuschentwicklung, insbesondere wenn eine GPU wie die RX 9060 XT in einem kleinen Gehäuse verbaut ist. Im Gegensatz dazu ist bekannt, dass die Original-Dampfmaschine selbst bei Spitzenlast deutlich leiser arbeitet.
Was die Software betrifft, ist Valve immer noch deutlich überlegen, was die Benutzerfreundlichkeit angeht. Dazu gehören Funktionen wie Instant Sleep/Wake, mit dem Sie Ihr System sofort in den Ruhezustand und wieder einschalten können, sowie HDMI CEC-Unterstützung. Auf der Stim Machine wiederum ist das Windows-Betriebssystem nicht vorinstalliert und der Benutzer muss SteamOS nach einem Tutorial installieren und konfigurieren, ein Vorgang, der weniger erfahrene Benutzer möglicherweise einschüchtert.
Paradoxerweise ist die Präsenz dieser Optionen auf dem Markt letztendlich für Valve selbst von Vorteil. Durch die Erweiterung der SteamOS-Benutzergemeinschaft werden mehr Verbraucher zur digitalen Gaming-Plattform des Unternehmens geführt, die seine Haupteinnahmequelle und seinen Geschäftsschwerpunkt darstellt.
Die Valve-Ingenieure Pierre-Loup Griffais und Yazan Aldehayyat beobachteten die Entwicklung dieses Marktsegments und gaben in jüngsten Interviews bekannt, dass die nächste Generation der Desktop-Konsole des Unternehmens in kürzerer Zeit auf den Markt kommen dürfte als ein möglicher Nachfolger des Steam Deck-Handheld-Geräts.
Technische Details zur Stimulationsmaschine
- Prozessor: AMD Ryzen 5 8400F (6 Kerne und 12 Threads)
- Grafikkarte: AMD Radeon RX 9060 XT (8 GB, RDNA 4-Architektur)
- RAM-Speicher: 16 GB DDR5 (erweiterbar auf bis zu 128 GB)
- Speicher: 500 GB NVMe SSD (B650-Motherboard mit 2 zusätzlichen freien SATA-Steckplätzen)
- Gehäuse: SilverStone Sugo SG13B-Q (Mini-ITX, 11,5 Liter)
- Konnektivität: Integriertes WLAN
- Betriebssystem: Ohne Windows (liegt Tutorial zur Installation von SteamOS bei)

