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Archäologen entdecken eine vor 1.700 Jahren verlorene römische Brücke unter einem Fluss in der Schweiz und enthüllen eine historische Route

ponte de pedra
ponte de pedra - ako photography/Shutterstock.com

Viele Jahrhunderte lang spekulierten Forscher in der Schweiz über die Existenz einer römischen Brücke, die den Fluss Aare überquerte, aber es gab keine physischen Beweise, die diese Theorie bestätigten.

Kürzlich erkundeten Taucher das Flussbett und entdeckten Holzpfähle, die später als aus dem 4. Jahrhundert n. Chr. stammend identifiziert wurden.

Experten weisen nun darauf hin, dass diese Brücke Teil einer antiken Straßenverbindung war, die in der Römerzeit für die Verbindung zwischen Italien und Deutschland von entscheidender Bedeutung war.

In der Nordwestschweiz ging man davon aus, dass eine Römerstraße aus dem 4. Jahrhundert durch Solothurn, eine Flussstadt an der Aare, führte und Italien und Deutschland verband. Obwohl Teile der Straße am Ufer sichtbar waren, blieb der Beweis der Brücke, die vor 1.700 Jahren die Überquerung ermöglichte, schwer zu finden.

Dieser konkrete Beweis wurde jedoch schließlich den Gelehrten vorgelegt.

Im Rahmen eines Projekts zur Modernisierung der Wengi-Brücke, einem heutigen Eisenbahnbauwerk über die Aare, untersuchten archäologische Taucher den Flussgrund auf der Suche nach Spuren antiker Bauwerke. Die Entdeckung begeisterte Forscher, heißt es in einer offiziellen Mitteilung des Schweizerischen Amtes für Denkmalpflege und Archäologie.

Unterwasserteams lokalisierten Holzsäulen, die nachweislich aus dem 4. Jahrhundert n. Chr. stammen. Die offizielle Stelle erklärte, dass die „vermutete römische Überquerung des Flusses bei Salodurum, dem antiken Solothurn, durch Bodenfunde endgültig dokumentiert wurde“.

Die Stücke wurden einige Meter flussaufwärts der Wengi-Brücke gefunden, etwa 9,75 Meter vom Südufer des Flusses entfernt. Eine Reihe von etwa zwei Meter langen und in einer Reihe angeordneten Holzpfählen wurden als antike Säulen identifiziert, die die obere Struktur der Straße stützten.

alte Brücke
alte Brücke – Andronos Haris/Shutterstock.com

Die Analyse der Holzproben bestätigte die Datierung auf das 4. Jahrhundert n. Chr., eine Zeit des späten Römischen Reiches, als Solothurn von einer Siedlung in eine Festung (castra) umgewandelt wurde. Diese Befestigungsanlagen waren durch historische Straßen verbunden, wie etwa die von Solothurn, die Norditalien mit der Rheingrenze verband und Reisende über den Grossen St. Bernhard, das Schweizer Mittelland und den Jura überquerte.

Mehrere Indizien deuteten für Historiker bereits auf die Existenz der Brücke hin. Neben der Nähe einer antiken Römerstraße war auch die konkrete Lage ideal für eine Überquerung, da sich der Fluss Aare dort deutlich verengt. Ein entscheidendes Detail ist, dass „Salodurum“, der lateinische Name für ein nahe gelegenes keltisches Dorf, mit „Verengung des Flusses“ übersetzt wird, was die strategische Bedeutung des Ortes für den römischen Übergang unterstreicht.

Den endgültigen Beweis lieferten die physischen Überreste, die nach Angaben des Amtes für Denkmalpflege und Archäologie durch einen „Glücksfall“ dem Zahn der Zeit standgehalten haben. Ein 1969 durchgeführtes Projekt zur Vertiefung des Flussbetts in Solothurn beeinträchtigte die Pfeiler der Römerbrücke nicht, da sie durch die Nähe zur heutigen Wengibrücke vor Baggereingriffen oder Großbauarbeiten geschützt waren.

Die örtlichen Behörden beabsichtigen, die Holzpfeiler unter Wasser zu belassen, in der Erwartung, dass zukünftige Unterwassergrabungen weitere Geheimnisse der historischen Brücke enthüllen und das Verständnis der alten Route zwischen Italien und Deutschland über die Aare stärken werden.

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