Die Polizei befragt Zeugen im Fall eines 11-jährigen Jungen, der mit Verdacht auf eine Kuchenvergiftung in RJ ins Krankenhaus eingeliefert wurde

Polícia Civil do Rio de Janeiro

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Die Zivilpolizei von Rio de Janeiro begann im Rahmen der Ermittlungen zur mutmaßlichen Vergiftung des elfjährigen Arthur de Mello da Silva mit der Sammlung von Zeugenaussagen. Der Junge befindet sich weiterhin in ernstem Zustand im staatlichen Krankenhaus Ricardo Cruz in Nova Iguaçu, Baixada Fluminense.

Nach Angaben von Familienmitgliedern erkrankte Arthur in der Nacht des 1. Juni, nachdem er von der Schule im Haus seines Vaters in São João de Meriti angekommen war. Berichten zufolge hat er ein Stück Schokoladenkuchen gegessen, das er in seinem Rucksack gefunden hatte. Der Junge entwickelte schwere Symptome, darunter einen Herzstillstand, und wurde sofort in ärztliche Behandlung gebracht. Erste Untersuchungen ergaben Anzeichen, die mit einer Vergiftung durch Bleipellets, einem illegalen Rodentizid, vereinbar sind.

Gesundheitszustand und Entwicklung

Der Junge bleibt intubiert und bewusstlos, mit einer Gehirnschwellung. Der Vater, Ademir de Mello, berichtete von einer leichten Besserung der Schwellung, die Situation sei aber immer noch heikel. Arthur liegt seit Anfang Juni auf der Intensivstation.

Die Mutter, Lidiane da Silva, hat ihren Sohn ins Krankenhaus begleitet und eine schnelle Untersuchung gefordert. Die Eltern sind getrennt und der Junge hatte das Wochenende zuvor bei seiner Mutter verbracht.

Ermittlungen laufen

Die 64. DP (São João de Meriti) bearbeitet den Fall. Zusätzlich zu den laufenden Aussagen wartet die Polizei auf abschließende toxikologische, medizinische und gutachterliche Gutachten. Es wurde keine Hypothese ausgeschlossen, auch nicht die Möglichkeit einer versehentlichen oder vorsätzlichen Vergiftung. Agenten führen Untersuchungen durch, um die Herkunft des Kuchens zu klären.

Chumbinho, eine in Brasilien verbotene Substanz, wird in der Region häufig mit Fällen häuslicher Vergiftung in Verbindung gebracht, was die Notwendigkeit strenger Untersuchungen zum Schutz anderer Kinder in ähnlichen Situationen verstärkt.

Was ändert sich in der Praxis?

Fälle wie dieser verdeutlichen die Risiken bei Familienstreitigkeiten und die Bedeutung eines schnellen polizeilichen und medizinischen Eingreifens. Durch die Ermittlungen kann festgestellt werden, ob eine Straftat vorliegt, und die Schutzmaßnahmen für Minderjährige im Zusammenhang mit der Trennung der Eltern verstärkt werden.

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