Bill Gates sagt an diesem Mittwoch vor einem Kongressausschuss über Verbindungen zu Jeffrey Epstein aus

Bill Gates

Bill Gates - Foto: Instagram

Bill Gates erschien an diesem Mittwoch (10) auf dem Capitol Hill, um hinter verschlossenen Türen vor dem Aufsichtsausschuss des Repräsentantenhauses auszusagen. Der Microsoft-Mitbegründer ist die jüngste hochkarätige Persönlichkeit, die im Rahmen der Untersuchung der Jeffrey-Epstein-Akten und der Behandlung des Falls durch die Bundesregierung angerufen wurde.

Die transkribierte Anhörung ohne Videoaufzeichnung folgt dem Muster, das in anderen jüngsten Erklärungen der republikanischen Kommission übernommen wurde. Ein Transkript soll in den kommenden Tagen veröffentlicht werden. Bevor Gates eintrat, sagte er Reportern, er sei „glücklich, freiwillig hier zu sein, um bei der Arbeit des Ausschusses zu helfen“.

In vom Justizministerium veröffentlichten Dokumenten wird Gates hunderte Male erwähnt. Sie zeichnen Kontakte auf, die im Jahr 2011 begannen – drei Jahre nachdem Epstein sich in Florida schuldig bekannt hatte, einen Minderjährigen zur Prostitution angeworben zu haben – und mindestens bis Ende 2014 andauerten. E-Mails, Tagebuchnotizen und Fotos zeigen Treffen und Diskussionen über philanthropische Projekte.

Gates hat stets bestritten, Kenntnis von Epsteins Sexualverbrechen zu haben. Er stufte die Beziehung als „einen großen Fehler“ ein und erklärte, dass sich die Treffen auf philanthropische Themen beschränkten. Weder ihm noch der Gates-Stiftung wurde irgendein Fehlverhalten vorgeworfen. Die Ex-Frau Melinda French Gates hat bereits berichtet, dass die Verbindung zu Spannungen in der Ehe geführt habe.

Die Einstellung eines ehemaligen Kommissionsanwalts löst eine Debatte über die Vorbereitung aus

Ein Detail, das Aufmerksamkeit erregt, ist die Einstellung von Jake Greenberg durch Gates, der bis letzten Dezember als Hauptermittlungsberater des Aufsichtsausschusses selbst fungierte und die Ermittlungen gegen Epstein leitete. Nach Angaben der New York Times half Greenberg bei der Vorbereitung, wird aber aus ethischen Gründen nicht an der Aussage teilnehmen.

Diese Bewegung findet statt, während die Kommission unter dem Vorsitz des Republikaners James Comer Fortschritte bei der Befragung mehrerer Personen macht, die mit dem Finanzier in Verbindung stehen. Zu den früheren Zeugenaussagen gehörte auch der frühere Präsident Bill Clinton, der mehr als sechs Stunden damit verbrachte, über Flüge mit Epsteins Jet und Besuche im Weißen Haus zu sprechen. Auch Clinton bestritt jegliche Kenntnis von Missbräuchen.

Die Untersuchung untersucht nicht nur persönliche Kontakte, sondern auch mögliche Fehler des Justizministeriums bei der Bearbeitung der Fälle Epstein und Ghislaine Maxwell. Epstein starb 2019 im Gefängnis durch Selbstmord, während er auf seinen Prozess wegen Sexhandels mit Minderjährigen wartete.

Was ändert sich in der Praxis?

Für Opfer und Beobachter behält die Abfolge der Anhörungen von Milliardären und ehemaligen Behörden den Fokus auf den Machtnetzwerken, die Epstein auch nach seiner Verurteilung im Jahr 2008 umgaben. Die Kommission plant, im Laufe des Sommers weitere Namen anzuhören, etwa den des Investors Leon Black und ehemalige Bankmanager.

Die Gates-Stiftung hatte bereits eine interne Überprüfung zu dem Thema durchgeführt und bestimmte Mitarbeiterkontakte mit Epstein erkannt, die auf Versprechen beruhten, Ressourcen für die globale Gesundheit zu mobilisieren. Es wurde kein gemeinsamer Fonds geschaffen.

Gates ist Vorsitzender der Gates-Stiftung, einer der größten weltweit im Bereich Gesundheit und Entwicklung. Ihm wurden keine Verbrechen im Zusammenhang mit Epstein vorgeworfen.

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