Ein schweres Erdbeben erschütterte die östliche Region Japans und löste in Gebieten in der Nähe der Hauptstadt vorübergehend Besorgnis aus. Die Japan Meteorological Agency gab bekannt, dass das Erdbeben der Stärke 5,5 im südlichen Teil der Präfektur Ibaraki registriert wurde. In den Präfekturen Gunma (Süden) und Saitama (Norden) erreichte die Intensität etwa 5 auf der japanischen seismischen Skala, die von 0 bis 7 reicht, was sie als am stärksten von dem Phänomen betroffen charakterisiert. Die japanischen Wetterbehörden haben bestätigt, dass bei diesem Ereignis keine Gefahr eines Tsunamis besteht.
Mehrere Strecken der berühmten Shinkansen-Hochgeschwindigkeitszüge wurden aufgrund des Erdbebens vorübergehend unterbrochen. Die Aussetzung war eine vorbeugende Maßnahme zur Gewährleistung der Sicherheit der Fahrgäste und der Integrität des Eisenbahnnetzes.
Der für den Hochgeschwindigkeitszug Hokuriku Shinkansen verantwortliche Betreiber meldete eine Unterbrechung des Betriebs zwischen den Bahnhöfen Tokio und Nagano. Die Wiederaufnahme des Betriebs auf dieser Strecke war für ca. 21:45 Uhr Ortszeit geplant.
Ebenso kündigte der Hochgeschwindigkeitszug-Konzessionär Joetsu Shinkansen die Einstellung der Verbindungen zwischen den Bahnhöfen Tokio und Niigata an. Für diese Linie lag die voraussichtliche Normalisierung des Reiseverkehrs ebenfalls bei etwa 21:45 Uhr.
Im Gegensatz dazu hatte der Hochgeschwindigkeitszugbetreiber Tohoku Shinkansen bereits die Wiederaufnahme der Verbindungen zwischen den Bahnhöfen Tokio und Shin-Shirakawa angekündigt und damit Agilität bei der Bewertung und Freigabe unter Beweis gestellt.
Neben Hochgeschwindigkeitszügen wurden aufgrund des Erdbebens auch einige Nahverkehrsstrecken der Schiene eingestellt. Die Unternehmen handelten schnell, um die Gleise zu inspizieren und die Sicherheit zu gewährleisten.
JR East berichtete, dass der Betrieb auf der Takasaki-Linie zwischen dem Bahnhof Kagohara in der Stadt Kumagaya und dem Bahnhof Takasaki in der Stadt Takasaki eingestellt wurde. Gleichzeitig stellte die Tobu Railway auch den Betrieb zwischen den Bahnhöfen Tatebayashi und Isesaki ein und deckte die Isesaki-Linie ab.
Trotz Unterbrechungen im Landtransport verlief der Flugbetrieb nach dem Erdbeben ohne größere Probleme. Die Flughäfen funktionierten normal, es gab keine Schadensmeldungen.
Vertreter von Japan Airlines und All Nippon Airways bestätigten, dass ihre Aktivitäten an den Flughäfen Haneda, Narita und Fukushima durch das Erdbeben weder beeinträchtigt noch gestört wurden.
Um die Sicherheit der kritischen Infrastruktur des Landes zu stärken, liegen keine Berichte über Unregelmäßigkeiten in japanischen Kernkraftwerken vor. Die auf seismische Ereignisse vorbereiteten Anlagen blieben stabil.
Die Manager der Kernkraftwerke Fukushima Daiichi und Daini, des Kernkraftwerks Tokai Nr. 2 in der Präfektur Ibaraki und des Kernkraftwerks Kashiwazaki-Kariwa in der Präfektur Niigata versicherten, dass keine ungewöhnlichen Vorkommnisse festgestellt worden seien. Sie gaben außerdem an, dass die Strahlungswerte in der Umgebung dieser Anlagen unverändert blieben.

