Prototypen der neuen SUV-Linie von Volkswagen befinden sich in Brasilien in einer fortgeschrittenen Testphase und intensivieren die Vorbereitungen für zukünftige Markteinführungen. Kürzlich, nach der Sichtung der neuen Taos-Generation, wurde das T-Roc-Modell auf nationalem Boden vom Profil @placaverde in Begleitung des Tukan-Pickups gesichtet. Dieses SUV europäischen Ursprungs wird eine entscheidende Rolle spielen und als Plattform für das zukünftige Saga-Projekt fungieren, ein beispielloser Crossover mit sportlichem Design und Hybridantrieb für den brasilianischen Markt.
Mechanik und Hybridproduktion des neuen T-Roc in Brasilien
Was den Antrieb betrifft, wird der neueste T-Roc sein brasilianisches Pendant mit 48-Volt-Mild-Hybrid- (MHEV) und Hochspannungs-Vollhybrid- (HEV) Antriebstechnologien ausstatten. Beide Konfigurationen basieren auf dem 1,5-TSI-Evo2-Motor. Zunächst wird dieser Motor aus Mexiko importiert, Volkswagen plant jedoch, wie bekannt wurde, die Produktion im Werk São Carlos (SP) ab 2031 zu verstaatlichen. Diese Strategie bestätigte Volkswagen-Weltvorstandsvorsitzender Thomas Schäfer in einem Exklusivinterview im September 2025.
Zusätzlich zu den Hybridsystemen wird Project Saga, intern als Nivus NF oder VW213 bekannt, die MQB Evo-Architektur mit dem T-Roc teilen, der auch als MQB 37 bezeichnet wird. Dies deutet darauf hin, dass die im Land hergestellte Version Abmessungen beibehalten wird, die denen des europäischen Modells sehr ähnlich sind. Es wird auf eine Länge von 4,37 Metern, eine Breite von 1,83 m, eine Höhe von ca. 1,60 m und einen Radstand von 2,63 m geschätzt, bei einem Kofferraumvolumen von 465 Litern.
Sportlicher Look und nationale Identität für das Saga-Projekt
Was das Design angeht, wird der Saga, immer noch ein Codename des Projekts, eine Ästhetik aufweisen, die speziell für den brasilianischen Markt entwickelt wurde. Die Linien werden vom Team unter der Leitung des Designers JC Pavone entworfen, der für seinen Beitrag zu den Projekten Nivus und Tera bekannt ist. Eine von João Kleber Amaral erstellte Projektion nimmt visuelle Merkmale vorweg, darunter breitere hintere Radkästen, dünnere Scheinwerfer, die durch eine Kehle miteinander verbunden sind, und eine C-Säule, die im gleichen Farbton wie die Karosserie gehalten ist. Obwohl es Inspirationen vom T-Roc gibt, wird erwartet, dass das nationale Modell mehrere Modifikationen aufweist.
Beispiellose Komfort- und Technologiemerkmale im nationalen SUV
Was die Ausstattungsliste betrifft, so ist der zukünftige Saga eines der anspruchsvollsten Fahrzeuge, die Volkswagen jemals in Brasilien hergestellt hat, und verfügt über Funktionen, die es in der nationalen Modellreihe der Marke noch nie gegeben hat. Bisherige Informationen deuten darauf hin, dass der SUV unter anderem über eine elektronische Feststellbremse und einen Drehwählhebel verfügen wird, der den herkömmlichen Hebel ersetzen wird. Diese Innovationen stellen einen erheblichen Fortschritt für die lokal produzierten Volkswagen-Modelle dar.
Darüber hinaus werden die hochwertigsten Konfigurationen des Saga über ein Schiebedach verfügen, eine Funktion, die erstmals bei im Werk São Bernardo do Campo hergestellten Fahrzeugen zum Einsatz kommt. Derzeit ist die ausschließliche Produktion von Fahrzeugen mit dieser Ausstattung in Brasilien im Industriekomplex São José dos Pinhais (PR) angesiedelt.
Parallele Entwicklung des A-SUV-Projekts, des neuen Taos
Parallel zum Saga investiert Volkswagen auch erhebliche Ressourcen in ein weiteres wichtiges SUV-Projekt für den brasilianischen Markt, den A-SUV, auch VW226 genannt. Details zu dieser Entwicklung wurden exklusiv bekannt gegeben, einschließlich der hohen Wahrscheinlichkeit, dass das Modell unter dem Namen „New Taos“ auf den Markt kommt. Zunächst wurde über den Namen „neuer T-Cross“ spekuliert, doch Größe und Design des Fahrzeugs positionieren es tatsächlich als Nachfolger des aktuellen mittelgroßen SUV der Marke.
Ähnlich wie Project Saga wird auch das A-SUV die MQB Evo-Plattform des T-Roc nutzen und die gleichen Hybridsysteme nutzen. Beide Modelle werden sich die Montagelinie in São Bernardo do Campo (SP) teilen, wobei die Einführung von MHEV- und HEV-Hybridsätzen erwartet wird. Diese Entwicklungen sind Teil einer Gesamtinvestition von 20 Milliarden R$, die Volkswagen in die Modernisierung und Erweiterung seiner Fahrzeugpalette in Brasilien investiert. Dies ist ein strategischer Schritt, um die Elektrifizierung und Wettbewerbsfähigkeit der Marke in der nationalen Automobilszene zu steigern.
Es wird erwartet, dass der Saga im Jahr 2027 als erster auf den Markt kommt und sich durch sein sportliches Design und die Coupé-Karosserie auszeichnet und direkt mit dem Omoda 5 konkurrieren soll. Andererseits wird der A-SUV, der der „neue Taos“ sein könnte, im Jahr 2028 auf den Markt kommen und ein eher auf Familien ausgerichtetes Profil präsentieren, bei dem der Schwerpunkt auf Innenraum und Komfort liegt.

