Eine 41-jährige Pflegehelferin starb am 18. Juni, als sie sich einer Operation unterzog, bei der giftige Biopolymere aus ihrem Gesäß entfernt wurden. Nach Angaben der örtlichen Behörden fand der Eingriff in einer Klinik statt, die sich in einem Einkaufszentrum befand.
Das Opfer, Paula Andrea Beltran Sandoval, wurde in Medellín geboren, lebte aber in New York. Sie reiste eigens aus den USA an, um den chirurgischen Eingriff in Kolumbien durchzuführen.
Beltran Sandoval kam am 15. Juni in der kolumbianischen Stadt an, um Verwandte zu besuchen und sich anschließend einer Operation zu unterziehen. Der Eingriff wurde zuvor aus dem Ausland geplant und kostete 38 Millionen kolumbianische Pesos, was etwa 8.335 Pfund Sterling entspricht. Der Patient litt bereits unter gesundheitlichen Komplikationen aufgrund früherer Füllungen.
Der chirurgische Eingriff fand im medizinischen Turm des Einkaufszentrums El Tesoro im Viertel El Poblado statt.
Einem Gerichtsbericht zufolge traten etwa eine Stunde und zehn Minuten nach Beginn des Verfahrens Komplikationen auf. Die Ärzte hatten bereits Fortschritte bei der Entfernung der Biopolymere gemacht, als Beltran Sandoval einen Herz-Kreislauf-Stillstand erlitt.
Das medizinische Team begann sofort mit fortgeschrittenen Wiederbelebungsmanövern, einschließlich der Anwendung von Elektroschocks über einen Zeitraum von mehr als 40 Minuten. Trotz aller Bemühungen wurde der Tod festgestellt.
Vorläufige Informationen der Behörden ergaben, dass Beltran Sandoval vor der Operation keine Vorerkrankungen oder Krankengeschichte hatte, die ein bekanntes Risiko darstellen könnten.
Ein Bericht des Legal Medical Institute wies auf Verletzungen an der Brust des Opfers hin. Diese Verletzungen würden mit den Wiederbelebungsversuchen des medizinischen Teams während des Notfalls vereinbar sein.
Das Gesundheitsamt von Antioquia kündigte die Einleitung einer Untersuchung zur Untersuchung der Umstände des Todes an. Eine vollständige Autopsie wird von Experten des National Institute of Legal Medicine and Forensic Sciences durchgeführt. Gleichzeitig prüfen die Gesundheitsbehörden die Unterlagen, Lizenzen und Qualifikationen des Klinikpersonals.
Dieser Vorfall ist der zweite Todesfall im Zusammenhang mit kosmetischen Eingriffen, der in den letzten Monaten in Medellín registriert wurde.
Zuvor war Carolina Merchan Jaramillo, 30 Jahre alt, am 28. Februar in einem Schönheitszentrum ebenfalls in El Poblado gestorben. Angesichts der Zunahme der Beschwerden intensivierten die Behörden die Kontrollen von Schönheitskliniken, was zur Schließung von 64 Einrichtungen aufgrund von Unregelmäßigkeiten führte.
Die kolumbianische Gesetzgebung verbietet die Injektion von Biopolymeren aus ästhetischen Gründen. Diese Maßnahme spiegelt die schwerwiegenden und oft irreversiblen Gesundheitsrisiken wider, die mit diesen Substanzen verbunden sind, wie z. B. Gewebenekrose, Materialmigration und schwere Infektionen wie Sepsis. Im Vereinigten Königreich gilt die Praxis aus den gleichen Sicherheitsgründen ebenfalls als illegal.

