Der Preis für Kälber zeigte in der zweiten Junihälfte eine größere Stabilität, im Gegensatz zum Preis für Lebendvieh, der im gleichen Zeitraum einen Rückgang verzeichnete.
Diese Ersatzkategorie, die für den Viehbestand von grundlegender Bedeutung ist, bleibt kurzfristig tendenziell stabiler, beeinflusst durch den beobachteten Rückgang der Werte von Lebendvieh. Dieses Verhalten wird häufig jährlich überprüft, wie aktuelle Umfragen in der Branche zeigen.
Eine detaillierte Analyse zeigt die nominale tägliche Entwicklung des Kälberwerts in Mato Grosso do Sul nach Daten von Cepea, ausgedrückt in Reais pro Kopf, seit dem Jahr 2024.
In der Teilauswertung vom 24. Juni blieb der Preis für Kälber im Vergleich zum Ende der ersten Monatshälfte praktisch unverändert, mit einem minimalen Rückgang von 0,1 %. Im Vergleich zum Schlusswert vom Mai betrug der Rückgang lediglich 0,7 %.
Andererseits geriet der Preis für Lebendvieh (Cepea) stärker unter Druck und verzeichnete im Juni (bis zum 24.) einen Rückgang von 3,7 % im Vergleich zum Ende der ersten zwei Wochen. Der Rückgang betrug 2,6 % gegenüber dem letzten Preis im Mai.
Es ist zu beobachten, dass Lebendvieh im Juni weiterhin unter Druck steht, wobei Prognosen zufolge dieser Trend kurzfristig anhalten wird. Dieses Szenario wird durch ein Angebot an Schlachttieren, das die Nachfrage der Industrie gut deckt, und durch Befürchtungen im Zusammenhang mit einem möglichen Erreichen der Quotengrenze für brasilianische Rindfleischexporte nach China angetrieben.
Die Daten zeigen auch die tägliche nominale Entwicklung des Rinderpreises, gemessen von Cepea in Reais per Arroba, mit Aufzeichnungen seit 2024.
Angesichts der Instabilität der kurzfristigen Viehpreise bleibt der Terminmarkt für den Rohstoff volatil und anfällig für Spekulationen, sodass die erwarteten Preise für die nächsten Fälligkeiten unter dem Wert auf dem physischen Markt bleiben.
Trotz des unmittelbaren negativen Drucks wird jedoch mit einem Anstieg des Marktes gerechnet, insbesondere in den letzten Monaten des Jahres. Für diesen Zeitraum wird mit einem geringeren Angebot an schlachtfertigen Tieren und einem Anstieg der Nachfrage der Branche nach Rindfleisch gerechnet, mit dem Ziel, die chinesischen Einkäufe mit der Aussicht auf Lieferungen im Jahr 2027 zu decken.
Mit der größeren Stabilität des Kalbes in einem fragileren Marktumfeld für Lebendvieh stieg die Prämie in der Ersatzkategorie erneut an, was zu einem erheblichen Druck auf die Kaufkraft der Rinderhalter führte, die ihre Herde ersetzen müssen. Diese Dynamik stellt eine Herausforderung für die Erzeuger dar, die mit einem ungünstigen Austauschverhältnis konfrontiert sind, was Planung und Herdenmanagement komplexer macht.
Die Entkopplung der Kälber- und Rinderpreise hat im Juni erneut zugenommen. Im kumulierten Ergebnis für 2025 verzeichnete der Preis für Kälber (Cepea, Mato Grosso do Sul) bis zum 22. Juni einen Anstieg von 10,7 % im Vergleich zum letzten Preis im Jahr 2025. Im gleichen Zeitraum stieg der Preis für Lebendvieh (Cepea) in geringerem Maße, nämlich um 6,7 %.
Eine weitere relevante Analyse veranschaulicht die kumulierten täglichen Schwankungen der Preise für Kälber (Cepea, Mato Grosso do Sul) und Rinder (Cepea) im Laufe des Jahres 2026, basierend auf dem Schlusswert von 2025.
Zu einem verwandten Thema: Die brasilianischen Rindfleischexporte nach Russland weisen im Jahr 2026 im Vergleich zu den Vorjahren eine beschleunigte Wachstumsrate auf. Trotz dieser Fortschritte liegen die Volumina immer noch deutlich unter den historischen Werten.
Es ist wichtig zu beachten, dass brasilianisches Rindfleisch auf der internationalen Bühne zunehmend an Wettbewerbsfähigkeit gewinnt. Der Anstieg der Käufe beschränkt sich nicht nur auf Russland, denn auch die Vereinigten Staaten und die Europäische Union verzeichneten im Jahr 2026 ein robustes Wachstum des Akquisitionstempos. Trotz dieser starken Auslandsnachfrage verzeichneten die brasilianischen Rindfleischexporte im Juni einen Rückgang, wenn man die Daten bis zur dritten Woche des Monats berücksichtigt. Diese Verringerung des Versandtempos führte zu einer Erholung der künftigen Preise für Lebendvieh für Juli 2026, was möglicherweise die Erwartung widerspiegelt, dass die Exportquote für Rindfleisch ohne zusätzliche Zölle über einen längeren Zeitraum erreicht wird.

