Tiefe Turbulenzen erschüttern die uruguayische Mannschaft kurz vor ihrem entscheidenden Aufeinandertreffen gegen Spanien. Das Spiel, das für diesen Freitag (26.06.) in Guadalajara, Mexiko, angesetzt ist, wird darüber entscheiden, ob das himmlische Team in die nächste Phase des Turniers aufsteigt oder nicht. Lokalen Medienberichten zufolge sprachen sich einflussreiche Persönlichkeiten der Mannschaft gegen Trainer Marcelo Bielsa aus und äußerten heftige Einwände gegen die angewandten Taktiken und die Starrheit der Trainingsprogramme.
Wie der Radiosender El Espectador berichtete, baten prominente Sportler wie Valverde, Ugarte, Rochet und Bentancur um ein Treffen mit dem technischen Kommandeur. Sie hätten argumentiert, dass die hohe Trainingsbelastung zu Verletzungen wichtiger Teammitglieder führe, und führten dabei die Beispiele von Mittelfeldspieler Giorgian de Arrascaeta und Verteidiger Ronald Araujo an. Darüber hinaus hätten die Spieler Bielsa ihre Besorgnis über die Strategie zum Ausdruck gebracht, Spaniens Spielstil widerzuspiegeln und den Ballbesitz anzustreben, und angedeutet, dass ein Ansatz, der sich auf Konterangriffe konzentriert, effektiver wäre.
Als Reaktion auf diese Herausforderungen und Wünsche berief Bielsa ein 50-minütiges Treffen mit der gesamten Gruppe ein. Den Blick auf den Boden gerichtet, tadelte der Trainer die Spieler vehement und beschuldigte sie, eine Verschwörung auszuhecken, um ihn aus dem Kommando zu drängen. Er erinnerte auch an frühere Meinungsverschiedenheiten mit berühmten Persönlichkeiten des uruguayischen Fußballs wie Luís Suárez und Nahita Nandez und verwies auf ein Spannungsmuster, das sein Management und zeitweise auch seine Karriere als Trainer kennzeichnet.
Angesichts dieser sich ausbreitenden Krise muss die uruguayische Mannschaft an diesem Freitag (26.06.) um 21 Uhr über Spanien triumphieren, um nicht vorzeitig aus der Weltmeisterschaft auszuscheiden und ihren Verbleib im Wettbewerb zu sichern.

