Sean Combs zahlt Tausende Dollar für Luxusgüter in Haftanstalt Fort Dix

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Sean Combs - Arp/depositphotos.com

Der US-Musiker Sean Combs genießt nach übereinstimmenden Berichten unerlaubte Sonderbehandlungen in der Bundesstrafanstalt Fort Dix im Bundesstaat New Jersey. Vier frühere Mitgefangene, die mit dem Künstler in demselben Gefängnistrakt untergebracht waren, schilderten, dass er monatlich erhebliche Geldbeträge aufwendet, um andere Insassen für persönliche Dienstleistungen und alltägliche Aufgaben zu entlohnen.

Diesen Schilderungen zufolge wurden andere Inhaftierte dafür bezahlt, für den 56-jährigen Musiker Mahlzeiten zuzubereiten, sein Bett zu machen, Wäsche zu waschen und Toilettenanlagen vor seiner Benutzung gründlich zu reinigen. Zudem ließ sich Combs regelmäßig traditionelle Massagen im chinesischen Stil verabreichen. Die finanzielle Entlohnung erfolgte über externe Mittelsmänner des Musikers, welche Gelder direkt auf die Gefängniskonten der dienstleistenden Häftlinge überwiesen.

Heimlich im Gefängniskomplex aufgenommene Videoaufnahmen und Fotos belegen zudem den Besitz eines eingeschmuggelten Smartphones durch Combs. Das Mobiltelefon nutzte der Musiker, um die Online-Plattform Instagram aufzurufen und intime Aufnahmen einer früheren Partnerin zu empfangen. Darüber hinaus verschaffte sich der Künstler ein manipuliertes Tablet, auf dem er Serien und Filme anschaute, darunter auch ein von seinem Rivalen Curtis James Jackson III produziertes Porträt über sein Leben.

Schmuggel von Alkohol und Antidepressiva im Gefängnisalltag von Sean Combs

Neben elektronischen Geräten erstreckte sich der Schwarzmarkthandel der Einrichtung auch auf rezeptpflichtige Medikamente. Combs kaufte von Mitinsassen das Antidepressivum Mirtazapin, das unter dem Handelsnamen Remeron vertrieben wird. An Wochenenden konsumierte der Künstler zudem illegal eingeführte Flaschen Hennessy-Cognac, die er mit ausgewählten Mitgefangenen in dem Trakt mit niedriger Sicherheitsstufe teilte.

Foto: Diddy – Foto: imagepressagency/Depositphotos

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Einer der ehemaligen Mitinsassen beschrieb den ungewöhnlichen Gefängnisalltag des Künstlers mit deutlichen Worten: “Das ist nicht das normale Zeug, das man im Gefängnis sieht. Das ist ein Lebensstil für Reiche. Es wirkt verrückt, aber am Ende ist es eben Diddy”, gab der Zeuge an. Die Männer bestätigten, dass diese Privilegien über einen längeren Zeitraum hinweg ohne offizielle Einschränkung aufrechterhalten wurden.

Strafmaß und offizielle Daten zur Inhaftierung des Musikproduzenten

  • Verhängte Strafe: 50 Monate Freiheitsentzug durch das US-Bundesgericht
  • Haftanstalt: Federal Correctional Institution Fort Dix im US-Bundesstaat New Jersey
  • Offizieller Entlassungstermin: 21. Januar 2028 nach Angaben der US-Gefängnisbehörde

Sean Combs war im Jahr 2025 wegen des zwischenstaatlichen Transports zur Ausübung von Prostitution in zwei Fällen nach dem Mann Act verurteilt worden. In demselben Verfahren sprach das zuständige Bundesgericht den Künstler von den schwerwiegenderen Vorwürfen der Erpressung sowie des Sexhandels frei. Im Oktober 2025 erfolgte seine Verlegung aus dem Metropolitan Detention Center in Brooklyn in die jetzige Einrichtung in Fort Dix.

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Reaktionen des Verteidigungsteams und Stellungnahme der Gefängnisverwaltung

Das Medienteam von Sean Combs wies die Darstellungen über angebliche Sonderbehandlungen zurück und kritisierte die Berichterstattung. Ein Sprecher erklärte, die ständige Beobachtung alltäglicher Lebensumstände im Gefängnis habe ein Ausmaß erreicht, bei dem gewöhnliche Abläufe zu Schlagzeilen gemacht würden. Die einzig relevante Tatsache bleibe, dass der Künstler seine Haftstrafe ordnungsgemäß verbüße und auf die gerichtliche Entscheidung über seine Berufung warte.

Die Bundesgefängnisbehörde der Vereinigten Staaten betonte in einer offiziellen Erklärung ihre Maßnahmen gegen unzulässige Gegenstände in Haftanstalten. Schmuggelware wie Mobiltelefone, Betäubungsmittel und Waffen stelle für jede Vollzugseinrichtung eine dauerhafte Herausforderung dar, gegen die man mit kontinuierlichen Kontrollen vorgehe. Als nächster juristischer Schritt steht die Verhandlung der Berufung vor dem zuständigen Bundesgericht an.