Der britische Thronfolger Prinz William schließt jede Annäherung an seinen jüngeren Bruder Prinz Harry weiterhin kategorisch aus. Der Fernsehjournalist Piers Morgan verwies in aktuellen Stellungnahmen auf eine tiefe Zerrüttung zwischen den Brüdern, die ein gemeinsames Gedenkprojekt zum 30. Todestag von Prinzessin Diana am 31. August 2027 unmöglich macht.
In einem am Montag (5. Oktober 2026) geführten Interview erklärte Morgan, dass die beiden Söhne von König Charles III. seit Jahren kein persönliches Wort mehr miteinander gewechselt haben. William empfinde demnach anhaltende Verbitterung über die wiederholten Enthüllungen, die der Herzog von Sussex in Autobiografien, Streaming-Serien sowie Podcasts über die britische Monarchie verbreitet hat.
Nach Einschätzung des Moderators wiegen die verbalen Attacken gegen Williams Ehefrau Prinzessin Catherine, Königin Camilla sowie König Charles III. besonders schwer. Diese Angriffe haben das Vertrauensverhältnis nachhaltig beschädigt, sodass William jede Versöhnung auf öffentlicher Bühne strikt ablehnt.
Thronfolger verweigert Beteiligung an Gedenkfilmen zur Mutter
Um weitere Auseinandersetzungen mit Harry zu vermeiden, lehnte der Prinz von Wales mehrere Angebote ab, an neuen Dokumentarfilmen über Prinzessin Diana mitzuwirken. Aus dem Umfeld des Hofes verlautete, dass William das Gedenken an seine Mutter zwar sehr nahegeht, er jedoch seine öffentlichen Stellungnahmen zu ihrem Unfalltod bereits im Jahr 2017 als abgeschlossen betrachtet.
Beim Erscheinen der Dokumentation Diana, Our Mother: Her Life and Legacy am 24. Juli 2017 hatte William bereits angekündigt, nicht mehr öffentlich über diese privaten Verluste zu sprechen. Damals schilderten der damals 15-jährige William und der 12-jährige Harry gemeinsam ihre Erinnerungen an den Unfall in Paris im Jahr 1997, was bis heute ihren letzten gemeinsamen Auftritt in einem solchen Filmformat markiert.
Der Kensington-Palast äußerte sich bislang nicht offiziell zu den Absagen bezüglich der Fernsehdokumentationen. Regierungsnahe Beobachter werten das Schweigen der königlichen Pressesprecher als klares Signal dafür, dass die Linie des Thronfolgers in dieser Angelegenheit unverändert bleibt.
Herzog von Sussex plant eigenständige Ehrung für Lady Diana
Prinz Harry verfolgt unterdessen eigene Pläne, um das Erbe seiner verstorbenen Mutter vor dem Jahr 2027 medial zu würdigen. Er hat bereits Kontakt zu engen Vertrauten sowie Angehörigen von Prinzessin Diana aufgenommen, während seine in Kalifornien ansässige Archewell Foundation konkrete Vereinbarungen mit Produktionsfirmen bisher unkommentiert lässt.
In seinen 2023 veröffentlichten Memoiren mit dem Titel Spare beschrieb Harry detailliert das seelische Trauma bei der Beisetzung seiner Mutter, signalisierte jedoch im Jahr 2025 auch Bereitschaft zu familiären Gesprächen. Vor dem Hintergrund der Krebstherapie von König Charles III. belastet das anhaltende Schweigen der beiden Brüder das Umfeld des Königshauses weiterhin spürbar.
Chronologie der wachsenden Entfremdung im Königshaus
- 31. August 1997: Tod von Prinzessin Diana bei einem Autounfall in Paris
- 24. Juli 2017: Ausstrahlung der letzten gemeinsamen Filmdokumentation beider Brüder
- 19. September 2022: Staatsbegräbnis von Königin Elizabeth II. als letzter offizieller Anlass ihres Zusammentreffens
- 31. August 2027: 30. Todestag von Diana, den Prinz William ausschließlich im privaten Rahmen begehen will
Die Veröffentlichung einer weiteren Biografie durch Dianas Bruder Charles Spencer sorgte zuletzt für zusätzliche Unruhe im Palast, da darin kritische Passagen über die Familie enthalten sind. Die Serie persönlicher Enthüllungen bekräftigt William darin, Abstand zu medienwirksamen Gedenkveranstaltungen mit seinem Bruder zu wahren.
