Eine kürzlich in der Zeitschrift veröffentlichte StudieKritische Rezensionen in Lebensmittelwissenschaft und Ernährungstellt die weit verbreitete Meinung in Frage, dass der Verzehr von immer mehr Proteinen die beste Strategie für diejenigen ist, die auf gesunde Weise abnehmen möchten. Stattdessen betonen die Forscher, dass die Aufrechterhaltung einer ausreichenden Zufuhr des Nährstoffs, angepasst an das Körpergewicht, bei einem Kaloriendefizit möglicherweise wirksamer für den Erhalt der Muskelmasse ist.
Die Studie, die Diskussionen aus einem Workshop zusammenfasst, der im Februar 2025 an der Indiana University School of Public Health in Bloomington (USA) stattfand, brachte mehr als 20 internationale Experten zusammen. Sie bewerteten 11 weithin akzeptierte Vorschläge zum Bedarf und Nutzen von Nahrungsprotein.
Für viele dieser Ideen lagen nicht genügend belastbare wissenschaftliche Beweise vor, um sie vollständig zu akzeptieren, obwohl einige auf der Grundlage vorläufiger Daten als plausibel angesehen wurden. Der Schwerpunkt lag auf Aspekten wie Muskelproteinsynthese, -reparatur, -wachstum und insbesondere den Bedürfnissen beim Abnehmen.
Qualität der fraglichen Beweise
Die Experten analysierten methodische Probleme, die die Dateninterpretation beeinflussen, sowie akute Schwellenwerte für die Proteinaufnahme und mögliche negative Auswirkungen übermäßiger Mengen. Das Ergebnis weist auf den Bedarf an mehr hochwertiger Forschung an mehreren Fronten hin.
Bei der Gewichtsabnahme gilt immer häufiger die praktische Empfehlung, vorrangig auf die Beibehaltung des gewohnten Proteingehalts pro Kilogramm Körpergewicht zu achten, statt einfach den absoluten Verbrauch in Gramm zu erhöhen. Dieser Ansatz trägt zum Schutz der Muskelmasse bei, die für die langfristige Aufrechterhaltung Ihres Stoffwechsels unerlässlich ist.
Warum Muskelerhalt wichtig ist
Der gleichzeitige Verlust von Muskelmasse während einer Diät verringert den Grundenergieverbrauch und kann es schwierig machen, das verlorene Gewicht aufrechtzuerhalten. Frühere Studien haben bereits darauf hingewiesen, dass eine Zufuhr über der herkömmlichen empfohlenen Tagesdosis (0,8 g/kg/Tag) zum Muskelerhalt beiträgt, insbesondere in Kombination mit Krafttraining. Das neue Werk unterstreicht, dass Ausgewogenheit und Konsequenz entscheidender sind als Übertreibung.
Für die Allgemeinbevölkerung scheinen Werte zwischen 1,2 g und 1,6 g pro Kilogramm Körpergewicht je nach Grad der körperlichen Aktivität die geeignetste Referenz im Zusammenhang mit Gewichtsverlust und Alterung zu sein. Verschiedene Quellen tierischen oder pflanzlichen Ursprungs können einen Beitrag leisten, sofern die Qualität und Verteilung über den Tag hinweg beachtet wird.
Praktische Auswirkungen für diejenigen, die abnehmen
Wer gerade dabei ist, Gewicht zu verlieren, muss seine Portion Hähnchenbrust oder Molkenshakes nicht unbedingt verdoppeln. Das Wichtigste ist, sicherzustellen, dass der Proteingehalt nicht unter das normale Niveau des Körpers absinkt, eine ausgewogene Ernährung einzuhalten und Widerstandstraining zu priorisieren.
Diese Nuance bringt Erleichterung für diejenigen, die befürchten, dass restriktive Diäten immer ihre Muskeln beeinträchtigen. Gleichzeitig unterstreicht es die Bedeutung professioneller Beratung, da die Bedürfnisse je nach Alter, Körperzusammensetzung und individuellen Zielen variieren.

