Der Pneumo-20-Impfstoff wird ab dem 15. Juni von SUS kostenlos angeboten

Médico preparando injeção de vacina

Médico preparando injeção de vacina - Foto: bymuratdeniz/istock

Ab dem 15. Juni wird der Pneumo 20-Impfstoff vom Unified Health System (SUS) kostenlos angeboten.

Neuer Impfplan und Ersatz bisheriger Impfungen

Der Immunisator schützt vor 20 Serotypen der BakterienStreptococcus pneumoniae. Der Wirkstoff verursacht Ohrenentzündungen, Sinusitis, bakterielle Lungenentzündung, Meningitis und Sepsis.

Bis dahin bot das öffentliche Netzwerk Pneumo 10 an. Jetzt wird die neue Formulierung, die vor doppelt so vielen Serotypen schützt, die Abdeckung gegen Varianten des Bakteriums deutlich erweitern und so die Entwicklung schwerer Infektionen reduzieren.

Pneumo 20 ist seit 2025 im privaten Netzwerk verfügbar. Allerdings kostet jede Dosis zwischen 500 und 600 R$. Mit der Eingliederung in die SUS wird der Impfstoff nun der Bevölkerung kostenlos angeboten.

Zu den vorrangigen Gruppen gehören Kinder unter 5 Jahren, indigene Völker über 5 Jahre, ältere Menschen über 60 Jahre, die bettlägerig und/oder in Heimen untergebracht sind, sowie Menschen mit besonderen klinischen Erkrankungen, die in den Referenzzentren für spezielle Immunbiologie (CRIE) behandelt werden.

Die Verteilung der ersten 514.000 Dosen hat bereits begonnen und es wird erwartet, dass im Laufe des Jahres 2026 mehr als 6 Millionen Dosen zur Verfügung gestellt werden. Das Gesundheitsministerium berichtete, dass die Impfung beginnen wird, sobald die Staaten die Impfstoffe erhalten und die Verteilung an die Kommunen abgeschlossen ist.

Das Hauptziel ist die Vorbeugung von Pneumokokken-Erkrankungen. Zwischen 2023 und 2025 wurden in Brasilien 4.600 Fälle von Pneumokokken-Meningitis und 1.400 Todesfälle im Zusammenhang mit der Krankheit registriert.

Neben der Reduzierung von Inzidenz und Mortalität dürfte eine groß angelegte Impfung auch zu Einsparungen für den SUS führen. Mit der Prävention wird erwartet, dass die Zahl der Krankenhausaufenthalte und Behandlungen auf Intensivstationen sowie die Kosten für Folgeschäden und Rehabilitationsprozesse reduziert werden.

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