Eine 30-jährige Brasilianerin wurde in Südkorea offiziell wegen Stalking und Hausfriedensbruchs gegen den bekannten Sänger Jung Kook, ein Mitglied der K-Pop-Gruppe BTS, verurteilt. Die Gerichtsentscheidung, die zu einer einjährigen Haftstrafe mit Bewährung für zwei Jahre führte, wurde in der südkoreanischen Presse ausführlich veröffentlicht.
Aus dem Urteil geht hervor, dass der Brasilianer nicht sofort inhaftiert wird, sondern sich an die vom Gericht auferlegten strengen Auflagen halten und während der Dauer der Suspendierung neue Verstöße unterlassen muss. Der Fall erlangte internationale Aufmerksamkeit, insbesondere nachdem Enthüllungen über den psychischen Gesundheitszustand der Angeklagten und die Bemühungen ihrer Familie um ihre Rückkehr nach Brasilien bekannt wurden.
Brasilianerin wird wegen Verfolgung und Eindringens in ihr Eigentum verurteilt
Das südkoreanische Gericht verurteilte den brasilianischen Staatsbürger zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr, wobei die Hinrichtung für einen Zeitraum von zwei Jahren ausgesetzt wurde. Zu den gegen sie erhobenen Anklagen gehörte ein Verstoß gegen die örtlichen Gesetze gegen Stalking und Hausfriedensbruch. Die Nachricht wurde von Medien wie The Korea Times und Law Talk News bestätigt.
Richterin Park Ji-won vom Westbezirksgericht Seoul stellte fest, dass die Bewährungsstrafe die Brasilianerin dazu verpflichtet, sich an die gerichtlichen Richtlinien zu halten und in den nächsten zwei Jahren keine neuen Verbrechen zu begehen. Andernfalls kann die Freiheitsstrafe aktiviert werden. Die Situation der Frau sei seit ihrer Sicherungsverwahrung im Februar überwacht worden.
Südkoreanische rechtliche Maßnahmen gegen Belästigung von Prominenten
Südkorea hat seine Anti-Stalking-Gesetze verschärft, was vor allem auf das wachsende Problem zwanghafter Fans, bekannt als „Sasaengs“, zurückzuführen ist, die es auf K-Pop-Prominente abgesehen haben. Ziel der verschärften Gesetzgebung ist es, die Privatsphäre und Sicherheit von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens besser zu schützen, indem Verhaltensweisen wie die in diesem Fall beobachteten streng bestraft werden.
Das Gericht wies auf erschwerende Faktoren im Verhalten der Brasilianerin hin, beispielsweise auf ihre Beharrlichkeit, die Wohnung des Künstlers aufzusuchen, selbst nachdem sie Warnungen der Polizei erhalten hatte. Sie missachtete auch die von den Behörden verhängten Sofortmaßnahmen zur Eindämmung von Belästigungen. Die Gerichtsentscheidung spiegelt die Ernsthaftigkeit wider, mit der das Land solche Verstöße behandelt.
Chronologie der Ereignisse und die Reaktion des Künstlers
Zu den Ereignissen, die in der Verurteilung gipfelten, gehörten mehrere Besuche in Jung Kooks Wohnung. In einer der auffälligsten Episoden klingelte die Brasilianerin im Dezember letzten Jahres sogar 133 Mal an einem einzigen Morgen an der Tür im Haus der Sängerin. Frühere Vorfälle führten zu Ermittlungen und Festnahmen durch die Polizei von Yongsan.
Jung Kook selbst äußerte seinen Wunsch nach strenger Bestrafung und wies auf die erheblichen Auswirkungen von Verfolgungshandlungen auf sein Privatleben und seinen Alltag hin. Die Entschlossenheit des Künstlers wurde vom Gericht als wichtiges Element der Urteilsbegründung angesehen.
Familiendrama und das Problem der psychischen Störung
Angehörige der Brasilianerin, die in São Paulo leben, zeigten sich zutiefst besorgt über die Situation. Sie behaupten, dass die junge Frau an einer psychischen Störung leide und dass ihre Handlungen das Ergebnis eines Ausbruchs seien, da sie glaubt, Jung Kook sei die „Liebe ihres Lebens“. Die Familie verriet gegenüber g1, dass sie von Anfang an versucht habe, ihr eine Rückkehr nach Brasilien zu ermöglichen.
Die Frau war im November nach Seoul gereist, ohne ihre Angehörigen zu informieren, und verfügte nicht über die notwendigen kontrollierten Medikamente. Die Familie berichtete, dass die Situation große Besorgnis hervorrief, insbesondere nach einem ähnlichen Ausbruch im Jahr 2021, als bei der jungen Frau eine psychiatrische Störung diagnostiziert wurde.
Szenario nach dem Urteil: Abschiebung und konsularische Unterstützung
Nach Rechtskraft des Urteils muss die Brasilianerin aus dem Land abgeschoben werden. Diese Maßnahme wird vom Gericht als ein Faktor angesehen, der das Risiko einer Wiederholung und neuer Verfolgungsepisoden des Künstlers erheblich verringert. Auch eine Sicherungsverwahrung von rund drei Monaten wurde vom Gericht berücksichtigt.
Das brasilianische Außenministerium teilte über die Botschaft in Seoul mit, dass es dem brasilianischen Staatsbürger konsularische Unterstützung leistet. Spezifische Einzelheiten zum Abschiebevorgang und andere personenbezogene Daten wurden jedoch unter Wahrung des Gesetzes über den Zugang zu Informationen und des Rechts auf Privatsphäre nicht offengelegt.
In der Gerichtsentscheidung berücksichtigte Faktoren
Das südkoreanische Gericht wertete bei seiner Entscheidung mehrere Umstände aus und berücksichtigte dabei sowohl die Punkte, die die Situation verschlimmerten, als auch diejenigen, die zugunsten des Angeklagten ausfielen.
- Andauernde Besuche im Haus des Künstlers, auch nach Polizeialarm und Missachtung von Notfallmaßnahmen.
- 133-maliges Läuten der Glocke an einem einzigen Morgen, was die Intensität der Verfolgung verdeutlicht.
- Fordern Sie von Jung Kook selbst eine strenge Bestrafung und unterstreichen Sie die emotionale Wirkung.
- Handlungen, die durch das Ausdrücken von Gefühlen gegenüber dem Sänger motiviert sind, ohne die Absicht, direkten körperlichen Schaden anzurichten.
- Fehlender Körperkontakt oder Zugang des Beklagten zu intimen Bereichen der Wohnung.
- Verringerung des Rückfallrisikos angesichts der früheren Inhaftierung des Brasilianers und der bevorstehenden Abschiebung.

